Vontobel weist gutes Halbjahresergebnis aus

28. Juli 2020 11:50

Zürich - Vontobel hat seinen Betriebsertrag im ersten Semester 2020 knapp auf Vorjahresniveau halten können. Der Vorsteuergewinn legte im Jahresvergleich hingegen zu. Auch die verwalteten Vermögen konnten im Berichtshalbjahr gesteigert werden. Der Konzerngewinn lag knapp unter dem Vorjahreswert.

Dem Halbjahresbericht von Vontobel zufolge hat die Zürcher Privatbank im ersten Halbjahr 2020 einen Betriebsertrag von 623,0 Millionen Franken erwirtschaftet. Im ersten Halbjahr 2019 waren 625,6 Millionen Franken erwirtschaftet worden. Der Geschäftsaufwand konnte innert Jahresfrist um 2 Prozent auf 466,9 Millionen Franken verringert werden. Als Vorsteuergewinn weist Vontobel 156,1 Millionen Franken aus, das sind 4 Prozent mehr als im Vorjahressemester.

„2020 war bislang ein aussergewöhnliches Jahr“, wird Vontobel-CEO Zeno Staub in einer Mitteilung zum Halbjahresergebnis zitiert. „Die uneingeschränkte Kundenzentrierung und unser kollaborativer Arbeitsstil, die auch in unserer neuen Organisation zum Ausdruck kommen, haben in hohem Masse dazu beigetragen, die herausfordernden ersten sechs Monate des Jahres gut zu meistern.“ Die Privatbank hat ihre im vergangenen Jahr eingeleitete Umstrukturierung zum Investmenthaus und einer Konzentration auf die Anlage- und Vermögensverwaltung für Kunden weitgehend abgeschlossen.

Das Konzernergebnis fiel mit 129,2 Millionen Franken um 1 Prozent niedriger als im Vorjahreshalbjahr aus. Hier hatte sich laut Mitteilung „ein im Vergleich zum Vorjahr um 46 Prozent höherer Steueraufwand“ negativ bemerkbar gemacht. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis habe im Jahresvergleich auf 75 Prozent verbessert werden können, liege damit aber immer noch über dem Zielwert von maximal 72 Prozent, erläutert Vontobel.

Die betreuten Kundenvermögen lagen zum Stichtag am 30. Juni 2020 bei 218,6 Milliarden Franken. Damit sei der Stand von 226,1 Millionen Franken per Jahresbeginn fast wieder erreicht worden, schreibt die Privatbank. An Netto-Neugeldern konnten 7,4 Milliarden Franken eingeworben worden. Hier hatte die annualisierte Wachstumsrate 7,5 betragen und damit die Zielsetzung von 4 bis 6 Prozent übertroffen. hs

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