Vifor Pharma startet globales Register für Herztherapie

28. April 2021 14:22

St.Gallen/Glattbrugg ZH - Der erste Patient ist in eine Studie von Vifor Pharma aufgenommen worden. Dafür werden weltweit bestimmte Behandlungsformen für Patienten mit Herzinsuffizienz in einem Register dokumentiert. Das soll helfen zu verstehen, warum ein geeignetes Medikament zu wenig eingesetzt wird.

Vifor Pharma hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass der erste Patient in das gross angelegte Register CARE-HK in HF (englisches Akronym für Behandlung von Hyperkaliämie, HK, bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, HF) aufgenommen wurde. CARE-HK in HF umfasst etwa 5000 Patienten in elf Ländern an 185 Standorten in Europa und den USA.

Damit wollen die Forschenden Behandlungsmuster erfassen. Dies soll helfen, besser zu verstehen, warum wirksame Renin-Angiotensin-Aldosteron-System-Inhibitoren (RAASi) viel zu selten eingesetzt werden. Dazu sollen Therapieergebnisse mit dem RAASi-Medikament Veltassa von Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma mit Therapien ohne Veltassa verglichen werden.

„Eines der drängendsten Probleme beim Management der chronischen Herzinsuffizienz ist, dass Therapien, die nachweislich das Risiko von Tod und Krankenhausaufenthalten reduzieren und daher von den Leitlinien dringend empfohlen werden, in der klinischen Praxis nicht optimal eingesetzt werden“, erklärt Dr. Mikhail Kosiborod, Kardiologe des teilnehmenden Saint Luke's Health System und Professor für Medizin an der Universität Missouri-Kansas City. Das Register werde die Muster des RAASi-Einsatzes und eventuelle Hindernisse für seinen Einsatz untersuchen. Ausserdem soll geprüft werden, ob sich die Behandlungsergebnisse mit der Einhaltung der Leitlinien verbessern. Die aus diesem grossen, internationalen Register gewonnenen Daten „werden für die zukünftigen Bemühungen der Versorgungsqualität sehr nützlich sein“.

Hyperkaliämie, also ein zu hoher Kaliumspiegel, sei häufig bei diesen Patienten, so Dr. Stefan Anker, Professor an der Berliner Universitätsklinik Charité. Doch werde sie „viel zu selten effektiv behandelt“. Sich jetzt gezielt darum zu kümmern, könne der Schlüssel dazu sein, dass mehr Patienten mit der von den Leitlinien empfohlenen RAASi-Therapie behandelt würden.

Auswertung der bis zu zwei Jahre zurückliegenden Therapien werden für 2022 erwartet. Endgültige Resultate auf der Basis auch aktueller Fälle sollen 2024 vorliegen. mm

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