Verwaltungsräte sorgen sich um politische Rahmenbedingungen

02. Dezember 2019 14:13

Zürich - Die Beratungsfirma Knight Gianella hat die Ergebnisse ihrer diesjährigen Befragung von Verwaltungsräten veröffentlicht. Demnach wünschen sich 75 Prozent der Befragten mehr Vertreter der Wirtschaft in der Politik. Zudem bereiten die Rahmenbedingungen Sorgen.

Die diesjährige Befragung der Verwaltungsräte ist erstmals vom International Institute for Management Development in Lausanne (IMD) durchgeführt worden, wie es in einer Mitteilung von Knight Gianella heisst. Das Beratungsunternehmen hat die Befragung insgesamt zum sechsten Mal lanciert. Dabei wurde deutlich, dass politische Themen die Verwaltungsräte aktuell mehr beschäftigen als in der Vergangenheit. 47 Prozent der Befragten gaben an, das aussenpolitische und weltwirtschaftliche Themen heute die grösste Herausforderung für Verwaltungsräte sind. Konkret zählen dazu der Brexit, das Rahmenabkommen mit der EU und internationale Handelskonflikte. Als zweite grosse Herausforderung gilt die Digitalisierung, wie 44 Prozent der Verwaltungsräte äusserten.

Jeweils 75 Prozent gaben in der Befragung zudem an, dass sie einerseits wünschen würden, dass sich Wirtschaftsvertreter stärker politisch engagieren würden, und andererseits, dass sie davon überzeugt sind, dass die Konzernverantwortungsinitiative der Schweizer Wirtschaft schaden würde. 46 Prozent der Befragten glauben, dass die Initiative abgelehnt wird.

Zudem wurde bei der Befragung deutlich, dass sich Verwaltungsräte mehr Kompetenzen hinsichtlich der Digitalisierung in ihren Gremien wünschen. „Wirklich gefragt sind Führungskräfte, die in ihrem Unternehmen die digitale Transformation geschafft haben; die mit Erfolg strategisch, operativ und kulturell die Veränderungen durchgesetzt haben“, wird hierzu Sandro V. Gianella zitiert, Partner bei Knight Gianella.

An der repräsentativen Befragung haben 214 Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte teilgenommen, die „647 börsenkotierte und grosse, nicht börsenkotierte Unternehmen in der Schweiz als VR-Mitglieder führen“. jh

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