Verkehrsnetz Schweiz-Italien soll krisenfest werden

13. Oktober 2020 14:35

Canobbio TI - Eine internationale Konferenz der Fachhochschule der italienischen Schweiz hat sich mit Notfallszenarien im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen der Schweiz und Italien befasst. Akteure und Entscheidungsträger stellten Zwischenergebnisse des Interreg-Projekts Italien-Schweiz vor.

Die Widerstandsfähigkeit grenzüberschreitender kritischer Infrastrukturen stand im Fokus einer zweitägigen internationalen Konferenz der Fachhochschule der italienischen Schweiz (SUPSI). Das SUPSI-Institut der Erdwissenschaften (Istituto scienze della Terra) veranstaltete und koordinierte diese erste Tagung des Projekts SICt – Security Cross-border Critical Instrastructures. Wie die SUPSI in einer Medienmitteilung berichtet, wurden dabei Zwischenergebnisse präsentiert. An der Konferenz nahmen zahlreiche Akteure und Entscheidungsträger aus der Schweiz, Italien und anderen Ländern teil. 

Das SICt ist Teil des Interreg-Projekts Italien-Schweiz. Es soll die Belastbarkeit wichtiger grenzübergreifender Verkehrsinfrastrukturnetze etwa auch im Krisenfall stärken. Dabei wurde das Szenario einer Zugentgleisung samt Austritts gefährlicher Stoffe auf der Strecke Luino-Bellinzona ebenso durchgespielt wie Beeinträchtigungen durch extrem starken Schneefall auf der Autobahn A6 zwischen Como und Lugano.

Unter anderem wurden auch Technologien und Plattformen vorgestellt, die der Überwachung der Verkehrsnetze, der Datenverarbeitung und dem Informationsaustausch dienen. Das Polytechnikum Mailand koordinierte einen Runden Tisch über die Synergien zwischen den Interreg-Projekten SICt und GESTISCO. Letzteres hat die Stärkung der grenzüberschreitenden Governance zum Ziel, um Notfallsituationen besser handhaben zu können. Daran waren die Region Lombardei, die Sektion für Militär und Bevölkerungsschutz des Kantons Tessin, die Präfektur von Varese und die Stiftung Polytechnikum Mailand beteiligt.

Am zweiten Konferenztag widmeten sich die Teilnehmer Beispielen der Zusammenarbeit auf internationaler Ebene. Ziel war es, Erfahrungen und Ansätze herauszuarbeiten, die auch auf lokaler Ebene anwendbar sind. Dabei kooperierte die Stiftung Polytechnikum Mailand mit dem Critical Infrastructure Resilience International Network (Cirint.net). mm

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