Verbände bereiten Boden für Open Finance

05. März 2021 14:35

Basel - Die Schweizerische Bankiervereinigung und Swiss FinTech Innovations stärken ihre Zusammenarbeit. Gemeinsam wollen sie die Rahmenbedingungen für die Integration neuer Geschäftsmodelle und innovativer Dienstleistungen in einen offenen Finanzplatz Schweiz schaffen.

Banken und Fintechs verstärken ihre Kooperation zur Förderung eines offenen Finanzplatzes Schweiz. Um diese unausweichliche Transformation hin zur sogenannten Open Finance zu beschleunigen, haben die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) und Swiss FinTech Innovations (SFTI) beschlossen, ihre bereits 2018 begonnene Zusammenarbeit zu intensivieren.

Veränderte Kundenbedürfnisse, neue Akteure und innovative Technologien forderten die traditionellen Finanzinstitute heraus, heisst es in einer Medienmitteilung der SBVg. Doch sei es keine Frage mehr, ob sich Open Finance etablieren werde, sondern nur noch, in welcher Form. Dem gegenüber unterstützt die SFTI aktiv verschiedenste Akteure, „die spannende neue Geschäftsmodelle und innovative Dienstleistungen in das bestehende Gesamtbild integrieren wollen“, so die Branchenvertretung der Fintechs in einer eigenen Medienmitteilung.

Bei Open Finance geht es um das Offenlegen digitaler Schnittstellen (API) zwischen Banken und Drittanbietern. In der Schweiz geht diese Entwicklung relativ schleppend voran, wie auch eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der Hochschule Luzern zeigt. Anders als in der EU, wo eine Richtlinie Banken zur Öffnung ihrer Plattformen für Dritte zwingt, gibt es in der Schweiz noch keine klaren Vorgaben dazu. Dies wollen die beiden Vereinigungen jetzt anstossen.

Neu haben sich SBVg und SFTI dafür auf eine Rollenverteilung geeinigt. Die Bankiervereinigung wird bezüglich der Rahmenbedingungen eine koordinierende Rolle einnehmen und die Anliegen der Branche gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit bündeln. Swiss FinTech Innovations wird Input und Abstimmung bei der Erarbeitung von Open Finance-Grundlagen koordinieren. Dabei geht es zentral um die API-Sicherheitsempfehlungen und -Spezifikationen.

Auf dieser Basis werde der zukünftige Austausch zwischen beiden und den Behörden zum Thema weiter gepflegt, heisst es in der Mitteilung der SBVg. mm

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