UZH will Innovation stärker fördern

04. Februar 2020 12:31

Zürich - Die Universität Zürich (UZH) will Innovation und Unternehmertum künftig stärker fördern, wie Michael Schaepman, Prorektor Forschung, erklärt. Er geht davon aus, dass sich die Anzahl der Ausgliederungen in den kommenden Jahren stark erhöhen wird.

Die UZH will die Innovationsförderung künftig verstärken. Dabei sollen auch Nachwuchsforschenden gezielt alternative Karrierewege aufgezeigt werden. „Ich glaube, dass in Zukunft unternehmerisches Denken ganz wichtig sein wird“, sagt Michael Schaepman, Prorektor Forschung, in einem Interview. „Die ausschliessliche Up-or-out-Strategie, eine akademische Karriere bis hin zur Professur zu verfolgen, ist eine zu enge Zukunftsperspektive“.

In Innovationsranglisten schneidet die UZH zwar bereits heute stark ab. Sie investiert aber gemessen an ihrem Gesamtumsatz „sehr wenig“ in die eigentliche Innovationsförderung, sagt Schaepman. Die Innovationsförderung werde in erster Linie durch den Innovation Hub betrieben „und dies mit rund vier Stellen“. Nun sollen die Förderprogramme des Innovation Hubs mittels Drittmitteln ausgebaut werden.

Laut Schaepman sollen künftig etwa neue Kurse im Bereich Innovation angeboten werden. Es werde keinen Pflichtkurs für Innovation geben. „Aber wer sich für Unternehmertum interessiert, soll grundsätzlich die Möglichkeit haben, entsprechende Kurse zu belegen“, erklärt er.

Besonders grosses Innovationspotenzial sieht Schaepman in den Bereichen Life Sciences, Luft- und Raumfahrt, Digitalisierung, den strategischen Forschungsplattformen sowie in den Sozial- und Geisteswissenschaften und den Rechtswissenschaften. Er geht insgesamt davon aus, das sich bis 2030 die Anzahl neu entstehender Start-ups und Spin-offs verdoppeln wird. ssp

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