Uri soll Energiemodellregion werden

22. Juni 2021 10:51

Altdorf - Der Energieversorger EWA-energieUri und Forschende der Universität Luzern wollen den Kanton Uri zu einer Energiemodellregion machen. Dafür haben sie eine Zusammenarbeit vereinbart.

EWA-energieUri und die Hochschule Luzern – Technik & Architektur planen, den Kanton Uri zu einer Energiemodellregion zu machen. Zusammen wollen sie Pionierprojekte und -konzepte für eine nachhaltige Energiezukunft erarbeiten und verwirklichen.

„Ziel ist es, gemeinsam ein Gesamtkonzept für Energie im Raum zu entwickeln“, wird Christoph Imboden, HSLU-Professor für Produktinnovation, in einer Medienmitteilung der EWA zitiert. Die Agenda für die Modellregion beinhalte etwa unkonventionelle Photovoltaikanlagen „an Bergbahnen, Lawinenverbauungen oder Lärmschutzwänden“. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Integration aller Ladestationen für die E-Mobilität ins Netz.

Bei der Optimierung der Wasserkraft stehe die hydraulische und ökologische Optimierung der Kraftwerke im Fokus, so der Vorsitzende der EWA-Geschäftsleitung, Werner Jauch. Zudem prüften die Partner, Wasserkraft und Photovoltaik zu koppeln. Dabei könnte der Stausee in Isenthal mithilfe einer Pumpe als Speicher für überschüssigen Solarstrom dienen. „Das ist ein spannendes Projekt, denn die Speicherung erneuerbarer Energien ist ein Schlüssel für die Energiewende“, so Jauch. Ausserdem sollen weitere, speziell auf Uri abgestimmte Speichermöglichkeiten entwickelt werden. Auch die Produktion und Umwandlung von Strom in Wasserstoff seien wichtige Themen.

Imboden und Jauch betonen in der Mitteilung, wie spannend und bereichernd es sei, mit den jeweiligen Fachleuten des anderen Partners zu kooperieren. Die Energiemodellregion Uri sei zunächst ein Forschungsprojekt. Innovative Ideen und Lösungen sollen aber auch in der Praxis umgesetzt werden. mm

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