Innen Material aus Plastikabfällen, aussen eine glatte Oberfläche: Die Platten von UpBoards sind für Wandbilder ebenso geeignet wie für mobile Häuser. Bild: UpBoards

UpBoards ist bereit für die Serienproduktion

02. November 2022 10:18

Buchs AG/Gretzenbach SO - UpBoards startet im eigens entwickelten Maschinenpark die Serienproduktion von Kunststoffplatten aus wiederverwertetem Plastikabfall. Sie können etwa auf dem Bau oder für Möbel verwendet und am Ende ihres Lebenszyklus ebenfalls wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden.

UpBoards nimmt die Massenproduktion von Kunststoffplatten aus wiederverwertetem Mischplastik auf. Dafür hat die Ausgründung und Tochter des Unternehmens Boxs mit Sitz in Buchs soeben ihre mehrmonatige Testphase im eigens entwickelten Maschinenpark beendet. UpBoards arbeitete laut einer Meldung auf startupticker.ch seit 2019 an einer Produktionsanlage. Sie ist seit 2021 patentiert. 2022 zog das Start-up in eine Produktionshalle beim Aufbereiter von Kunststoffabfall, Recoplast, in Gretzenbach um.

„Unser erstes Ziel ist es, unsere Recyclingplatten als Alternative für herkömmliche Kunststoff- oder Holzplatten im Markt zu etablieren“, wird UpBoards-Mitgründer Yannick Tuch zitiert. Das Rohmaterial wird von Recyclern bezogen. Die daraus produzierten Platten können auf dem Bau für Böden, Trennwände, Türen und Fenster verwendet werden. Bei der Herstellung von Möbeln sind sie für Bänke, Tische und Regale geeignet, im Garten etwa für Hochbeete und Wassersammelsysteme, ausserdem als Abschrankungen im Gelände oder zwischen Gebäuden.

„Da mit unseren Recyclingplatten der CO2-Ausstoss massiv reduziert werden kann, befinden wir uns in einem Akkreditierungsverfahren“, so Boxs über deren ökologischen Nutzen. „Der Kunststoffabfall wird nicht mehr verbrannt, auf Deponien gelagert oder irgendwo entsorgt, sondern zu vielfältig einsetzbaren Platten umgewandelt, welche auch wieder recycelt werden können.“ So entstehe ein geschlossener Kreislauf.

Aufträge lägen für die nächsten Monate vor, sagt Tuch. Durch eine Kooperation mit dem Baufachhändler Faserplast soll das bereits aufgebaute Kundennetz vergrössert werden. mm

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