Unispital und Roche wollen Krebsbehandlung bewerten

15. September 2020 11:02

Basel - Das Universitätsspital Basel (USB) und Roche erheben künftig gemeinsam Daten über den Wert der Behandlung aus Sicht von Lungenkrebspatienten. Das USB verfügt dabei über langjährige Expertise, Roche will neue Erkenntnisse über nachhaltige Vergütungsmodelle gewinnen.

Roche Pharma (Schweiz), Roche Diagnostics (Schweiz) und das USB haben eine auf zwei Jahre angelegte Partnerschaft bekanntgegeben. Sie werden bei der wertebasierten Gesundheitsversorgung (Value Based Healthcare) für Lungenkrebspatienten kooperieren. In diesem Zeitraum wollen sie laut einer Medienmitteilung qualitative Daten zur Verbesserung der individuellen Behandlungsqualität bei Patientinnen und Patienten mit Lungenkarzinom sammeln und auswerten. 

Kerngedanke des Value Based Healthcare-Ansatzes ist es, den Wert einer Behandlung aus Patientensicht zu messen. Dabei werden über den Behandlungszyklus hinweg auch die therapeutischen Ergebnisse mit dem Kostenaufwand in Relation gesetzt. Daraus ergäben sich wichtige Erkenntnisse für zukünftige personalisierte Behandlungs- und Therapieoptionen, so Roche. Zugleich trage ein besseres Verständnis des individuellen Patientennutzens zu innovativen und nachhaltigen Vergütungsmodellen bei. 

Solche Patientendaten werden am Tumorzentrum des USB schon seit einiger Zeit für 13 verschiedene Krankheitsbilder standardisiert erhoben. In seinem kürzlich publizierten „Handbook for Pioneers“ zur Value Based Healthcare stelle das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) dem USB ein vorbildliches Zeugnis aus. Hier setze die Partnerschaft mit Roche an, heisst es in der Mitteilung. Daraus sollen sich „Erkenntnisse ableiten, wie ein zukünftiges Vergütungsmodell im Bereich Lungenkarzinom nach den Prinzipien der wertebasierten Gesundheitsversorgung zu definieren ist“. mm

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