Umgang mit Pandemie prägt Bild der Schweiz im Ausland

22. Dezember 2020 13:51

Bern - Die ausländische Berichterstattung über die Schweiz ist 2020 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die höchste internationale Aufmerksamkeit war auf den Umgang des Landes mit der Pandemie gerichtet. Beim Imagevergleich belegt die Schweiz unter 50 Ländern den siebten Rang.

In diesem Jahr habe die Schweiz deutlich weniger internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen als im letzten Jahr, schreibt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in einer Mitteilung. Neben im Zusammenhang mit der Bundesanwaltschaft stehenden Ereignissen sei vor allem der Umgang des Landes mit der Pandemie im Ausland thematisiert worden, heisst es dort weiter. Bei letzterem haben die Analysten des EDA starke Schwankungen in der Bewertung der Schweiz beobachtet.

So sei das Land während der ersten Pandemiewelle „überwiegend positiv“ beurteilt worden. Als von den Medien beschriebene Pluspunkte nennt die Mitteilung Massnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft und die effiziente Umsetzung der Vergabe von Liquiditätskrediten. Während der zweiten Welle der Pandemie hätten sich die ausländischen Medien hingegen überwiegend kritisch über aus ihrer Sicht zu moderate Massnahmen und speziell die Öffnung der Skigebiete geäussert.

„Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch keine abschliessende Bilanz zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das Image der Schweiz gezogen werden“, wird Botschafter Nicolas Bideau, Chef von Präsenz Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Diese dürfte auch davon beeinflusst werden, wie gut es der Schweiz in der Aussenwahrnehmung letzten Endes gelingen wird, die Krise auf gesundheitlicher, ökonomischer und sozialer Ebene zu bewältigen.“

Bei „der breiten Bevölkerung“ stehe die Schweiz aber weiterhin gut dar, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Hier bezieht sich das EDA auf den Nation Brands Index, bei dem das Image von 50 Ländern verglichen wird. Im aktuellen Index belegt die Schweiz dabei den siebten Rang. Sie sei damit „der bestklassierte Staat mittlerer Grösse“, schreibt das EDA. hs

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