UBS-Ökonom rechnet mit baldigem Aufschwung

09. März 2021 14:43

Zürich - UBS-Ökonom Alessandro Bee rechnet mit einer robusten Erholung der Weltwirtschaft ab dem zweiten Quartal. Insgesamt dürfte die Weltwirtschaft 2021 um rund 6 Prozent wachsen. Die amerikanische Wirtschaft dürfte stärker zulegen als jene der Eurozone.

UBS-Ökonom Alessandro Bee stellt in einem Video einen Ausblick für das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2021 vor. Demnach dürfte die Weltwirtschaft in diesem Jahr um 6,3 Prozent wachsen. Für die Industriestaaten prognostiziert Bee ein Wachstum von 5,1 Prozent.

Die USA dürfte dabei nach einem Einbruch um 3,5 Prozent im Jahr 2020 um 6,3 Prozent wachsen. Dies hänge unter anderem mit dem Fiskalpaket von Präsident Joe Biden sowie mit dem gut voranschreitenden Impfprogramm zusammen. In der Eurozone dürfte die Wirtschaft derweil um 5 Prozent zulegen. Bee hebt hervor, dass die Eurozone besonders stark von der Corona-Krise betroffen war. Die Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um 7,2 Prozent eingebrochen. Für die Schweiz prognostiziert Bee ein Wirtschaftswachstum in der Höhe von 3,6 Prozent nach einem Minus von 3,2 Prozent im Vorjahr. Der Einbruch in der Schweiz sei weniger stark gewesen, entsprechend sei auch das Erholungspotenzial niedriger.

Das erste Quartal des laufenden Jahres stehe noch im Schatten der Corona-Krise. Ab dem zweiten Quartal sei aber mit einem robusten Wachstum zu rechnen. Ab dann dürften in den meisten Industrieländern die älteren Personen geimpft sein, die für einen grossen Teil der Hospitalisierungen verantwortlich sind. Somit dürften um diese Zeit auch die Massnahmen in den meisten Industrieländern gelockert werden.

Insgesamt habe die Corona-Krise gezeigt, dass Wertschöpfungsketten aufgrund der Globalisierung leicht unter Druck geraten. Laut einer Umfrage der UBS unter 2500 Unternehmen im Sommer 2020 denken 30 Prozent der Firmen über Massnahmen nach, welche künftige Engpässe verhindern sollen. Bei Unternehmen, die stark auf Importe und Exporte fokussiert sind, liegt der Anteil bei 60 bis 80 Prozent. Allerdings stehen dabei Massnahmen wie die Erhöhung von Lagerbeständen und mehr Zeitaufwand für die Planung von unerwarteten Ereignissen im Vordergrund. Nur ein geringer Anteil der Unternehmen denkt darüber nach, die Produktion wieder in die Schweiz zu holen. Es sei also kein Trend zur Deglobalisierung erkennbar. ssp

Aktuelles im Firmenwiki