TwingTec bereitet Kommerzialisierung vor

01. Oktober 2019 12:59

Dübendorf ZH - Die Empa-Ausgründung TwingTec arbeitet an Drohnen, die Windenergie in mehreren hundert Metern Höhe ernten können. Ihr neuester Prototyp erzeugt bis zu 10 Kilowatt Leistung und kann automatisiert starten und landen. Auf ihn soll das erste Serienprodukt folgen.

Mit dem Prototyp T 28 war TwingTec im Herbst 2018 der Durchbruch gelungen. Die Flugdrohne der Ausgründung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) gelang nicht nur die Stromerzeugung in der Luft, der T 28 verfügte auch erstmals über einen automatisierten Start-, Flug- und Landeprozess. Nachfolger T 29 soll nun auch das Problem einer kontinuierlichen Erzeugung von  Airborne Wind Energy (AWE) meistern, informiert die Empa in einer Mitteilung. Der neueste Prototyp von TwingTec ist dabei für eine Leistung von bis zu 10 Kilowatt ausgelegt. Mitte Oktober stellen die Empa-Experten den T 29 an der 8. Airborne Wind Energy Conference in Glasgow vor.

Die Erkenntnisse aus den Flügen des T 29 will das Dübendorfer Jungunternehmen für die Entwicklung eines ersten Serienprodukts nutzen. Ihr TT100 ist als Energiedrache mit 15 Meter Spannweite ausgelegt, der bis zu 100 Kilowatt elektrische Leistung erzeugen kann. Als Einsatzgebiete schweben den Entwicklern zunächst abgelegene Siedlungen oder Inseln vor. Langfristig könnten Energiedrachen auch in Form von schwimmenden Windparks auf dem Meer Verwendung finden.

Für die Entwicklung des Prototyps T 29 wurde TwingTec vom Bundesamt für Energie unterstützt. Für die bevorstehende Kommerzialisierungsphase sucht das Jungunternehmen nun „private Kapitalgeber und Partner aus der Energiewirtschaft“, heisst es in der Mitteilung. Sie sollen ermöglichen, dass „das enorme Potenzial der Windkraft endlich voll ausgeschöpft werden kann“. hs

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