Experten erproben den Einsatz neuer Technologien in der Landwirtschaft. Bild: zVg

Technologie soll Unkraut nachhaltig bekämpfen

31. März 2021 09:53

Wallisellen ZH - Sunrise UPC, Huawei, fenaco, Agroscope und die Fachhochschule OST spannen zusammen. Die Partner wollen intelligente Technologien einsetzen, um Unkraut zu bekämpfen. Dadurch soll der Einsatz von Pestiziden stark reduziert werden. Zuerst knüpfen sie sich Blacken vor.

Sunrise UPC, Huawei, die Agrargenossenschaft fenaco, das Forschungszentrum Agroscope und die Fachhochschule OST bündeln ihre Kräfte. Ihr Ziel ist es, intelligente Technologien in der Landwirtschaft zu erproben, wie aus einer gemeinsamen Medienmitteilung hervorgeht. Sie wollen etwa Künstliche Intelligenz, Big Data, Bilderkennung, Sensor- und Drohnentechnik sowie Robotik und autonome Fahrzeuge einsetzen, um Unkraut zu bekämpfen. Das Ganze soll auf Basis von 5G und mithilfe der Cloud geschehen.

Die fünf Partner beginnen mit einem Innosuisse-Projekt, bei dem Blacken bekämpft werden sollen. Dabei handelt es sich um eine Ampferart, die andere Gewächse verdrängt. Die Pflanzen sollen zunächst mit einer Drohne photographiert werden. Die Daten werden über eine 5G-Verbindung in die Cloud geladen und in Echtzeit analysiert. Die Ergebnisse werden zurück auf den Acker geleitet, wo ein Landwirtschaftsroboter per GPS zum Unkraut fährt und dieses bekämpft. Laut der Mitteilung erfolgt die Unkrautbekämpfung auf diese Weise sehr präzise. Gleichzeitig kann der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln um 90 Prozent reduziert werden.

„Die Landwirtschaft wird künftig datenbasierter arbeiten“, sagt Thomas Anken, Head of Digital Production bei Agroscope. Um Daten rasch auszuwerten, sei 5G zentral, betont er. Auch Dejan Seatovic, Professor an der Fachhochschule OST, hebt in der Mitteilung die Bedeutung von 5G hervor. Nur damit würden Entwicklungen in der Bilderkennung und beim autonomen Fahren, an denen er mit seinen Kollegen arbeitet, machbar. ssp

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