Swisspower und Siemens bauen Speicher für Ökostrom

08. November 2019 12:39

Bern/München - Swisspower kooperiert mit Siemens, um Anlagen zur Speicherung überschüssigen Ökostroms zu bauen. Diese sogenannten Power-to-X-Anlagen sollen in den kommenden Jahren eine Gesamtkapazität von mindestens 20 Megawatt erreichen.

Die Allianz der Schweizer Stadtwerke, Swisspower, geht mit Siemens eine Zusammenarbeit ein. Gemeinsam wollen die neuen Partner den Bau von Power-to-X-Anlagen in der Schweiz vorantreiben. In diesen Anlagen wird durch Elektrolyse aus überschüssigem erneuerbarem Strom Wasserstoff gewonnen. Dieser findet entweder direkt Verwendung, etwa als Treibstoff für Autos, oder er wird durch Zugabe von CO2 zu synthetischem Methan umgewandelt. Als klimaneutrales Gas kann es über das bestehende Gasnetz zur Heizung von Gebäuden, in der Mobilität oder der Industrie eingesetzt werden. 

Swisspower hat für solche Anlagen rund 100 grössere Abwasserreinigungsanlagen (ARA) mit Anschluss ans Gasnetz identifiziert. Swisspower-Aktionärin Limeco wird in Kooperation mit verschiedenen Energieversorgern bei der ARA Dietikon die erste industrielle Power-to-Gas-Anlage der Schweiz bauen und betreiben. „Unser Ziel ist es, in den kommenden Jahren mehrere weitere solcher Anlagen mit einer Gesamtkapazität von mindestens 20 Megawatt zu initiieren“, wird Swisspower-CEO Ronny Kaufmann in einer Medienmitteilung zitiert. Neben ARA kommen auch Wasserkraftwerke oder Biogasanlagen als Standorte infrage.

Falls die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Power-to-X-Anlagen verbessert würden, „unter anderem durch den Erlass der Netzentgelte für den Strombezug“, gehe Swisspower davon aus, dass sich ein deutlich höheres Volumen von rund 50 Megawatt realisieren lasse. mm 

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