Swiss plant schrittweisen Wiederausbau des Flugbetriebs

03. Juni 2020 12:07

Kloten ZH - Die Coronavirus-Pandemie hat den Flugverkehr von Swiss International Air Lines (Swiss) fast zum Erliegen gebracht. Im ersten Quartal 2020 musste Swiss daher einen operativen Verlust von über 84 Millionen Franken verbuchen. Ab Juni soll der Flugbetrieb schrittweise hochgefahren werden.

Einer Mitteilung von Swiss zufolge sind die Umsätze der Fluggesellschaft im ersten Quartal 2020 im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 923 Millionen Franken zurückgegangen. Als operatives Ergebnis wies Swiss einen Verlust von 84,1 Millionen Franken aus. Im ersten Quartal 2019 war noch ein operativer Gewinn von 48,3 Millionen Franken realisiert worden.

„Nachdem sich eine länger anhaltende Corona-Pandemie abzeichnete, hat Swiss umgehend Massnahmen zur Kosteneinsparung eingeleitet“, wird CFO Markus Binkert in der Mitteilung zitiert. Die Fluggesellschaft hatte unter anderem unternehmensweit Kurzarbeit eingeführt und geplante Investitionen auf Eis gelegt. „Zusammen mit finanzieller Unterstützung der Lufthansa Group und vom Bund garantierter Staatshilfe werden wir den Liquiditätsengpass überbrücken können“, meint Binkert.

Ab dem 23. März hatte Swiss nur noch wenige internationale Streckenverbindungen bedient. Ab Juni will die Fluggesellschaft den Flugbetrieb schrittweise wieder ausweiten. „Ziel ist, dass wir die so wichtigen interkontinentalen Direktverbindungen für die Schweizer Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und den Tourismus wieder aufnehmen können“, erläutert CEO Thomas Klühr. Dieser Prozess wird laut Klühr zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen. „Wir werden jedoch alles daran setzen, dass sowohl der Passagier- als auch der Frachtverkehr unter den jeweiligen Umständen bestmöglich gewährleistet werden kann.“ hs

 

Aktuelles im Firmenwiki