Swiss Energypark versorgt sich fast vollständig selbst

29. Januar 2020 14:59

Saint-Imier BE - Der Swiss Energypark ist unabhängiger von Energielieferungen, als dies bislang in einem so grossen Gebiet der Schweiz möglich gewesen ist. Mit seiner Mischung aus erneuerbaren und einheimischen Quellen konnte er fast 90 Prozent der benötigten Energie selbst produzieren.

Der Swiss Energypark ist energetisch unabhängiger, als das bisher möglich schien. Das geht aus einer Medienmitteilung der BKW hervor. Im dem 250 Quadratkilometer grossen Gebiet zwischen Saint-Imier BE und Le Noirmont JU sind im vergangenen Jahr beinahe 90 Prozent des Eigenbedarfs aus erneuerbaren und einheimischen Energiequellen gewonnen worden. 17`000 Einwohner in rund 27'000 Haushalten wurden damit versorgt. Mit der Produktion von 122 Gigawattstunden Strom bei einem Verbrauch von 138 Gigawattstunden hat das Gebiet schon jetzt die für 2050 ausgerufenen Klimaziele des Bundes erreicht. Im Swiss Energypark testet die BKW gemeinsam mit den Kantonen Bern und Jura, wie die Energieversorgung 2050 aussehen könnte.

Die selbst erzeugte Energie lieferten das grösste Windkraftwerk der Schweiz, JUVENT, das Sonnenkraftwerk Mont-Soleil und das Wasserkraftwerk La Goule. Das Windkraftwerk verzeichnete im vergangenen Jahr eine Rekordproduktion. Dies sei den günstigen Windverhältnissen, aber auch der höheren Verfügbarkeit der Windturbinen zu verdanken, heisst es in der Mitteilung. Die Leistungsfähigkeit der Mont-Soleil-Sonnenkollektoren, die vor 28 Jahren in Betrieb gegangen sind, sei bemerkenswert. Dagegen produzierte La Goule in Le Noirmont 2019 unterdurchschnittlich. Der Mangel an Niederschlägen habe die Wassermenge im grössten Wasserkraftwerk des Jura und des Berner Jura deutlich reduziert. mm

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