Stromproduktion ist im Kanton Glarus gestiegen

17. Februar 2020 14:47

Glarus - Der Kanton Glarus hat 2019 wieder deutlich mehr Strom produziert. Grund dafür waren die höheren Niederschläge. Im langjährigen Mittel lag die Stromerzeugung leicht über dem Durchschnitt.

Im vergangenen Jahr wurde im Kanton Glarus dreimal mehr Strom produziert, als für den Eigenbedarf benötigt wird. Der Ertrag lag mit 1036 Gigawattstunden wegen der höheren Niederschlagsmenge deutlich über jenem des Vorjahres (833 Gigawattstunden). Insgesamt fiel die Stromproduktion im vergangenen Jahr leicht überdurchschnittlich aus. Dies gibt das Departement Bau und Umwelt in einer Medienmitteilung bekannt.

Demnach lag die Jahresproduktion aus den Wasserkraftwerken etwa im gleichen Bereich wie 2012 und 2013 mit ähnlichen Niederschlagswerten. Einige Kraftwerke wurden wegen Unterhaltsarbeiten über längere Zeit stillgelegt und produzierten entsprechend weniger Strom. Das neue Kraftwerk Doppelpower in Mitlödi wurde erst gegen Ende Jahr in Betrieb genommen. Andere wie das Kraftwerk Obersee, das Brummbachwerk in Linthal und das Kraftwerk am Luchsingerbach erzeugten dagegen im langjährigen Vergleich auffallend viel Elektrizität. 

In der Kehrichtverbrennungsanlage Niederurnen (KVA Linth) wurde wieder ein langjähriges Mittel erreicht (56 Gigawattstunden), ebenso im Biogas-Kraftwerk der Kläranlage Glarnerland (AVG, 2 Gigawattstunden). Die Photovoltaikanlagen produzierten 2019 mehr Strom als im Vorjahr. Durch neue, grosse Anlagen ist deren Strommenge auf 8 Gigawattstunden gestiegen.

2019 stammten 91,3 Prozent des im Kanton produzierten Stroms aus der Wasserkraft. Die Kehrichtverbrennung steuerte 7,7 Prozent bei, Biogas 0,2 Prozent und Photovoltaik 0,8 Prozent. mm

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