Strombranche erwartet mehr Regulierung

04. Juli 2019 15:14

Aarau - Die Strombranche rechnet damit, dass die staatliche Regulierung in der Energiewirtschaft weiter zunehmen wird. Das geht aus dem aktualisierten „VSE Trend 2035“ des Branchenverbandes hervor. Dagegen geht die Branche von einer geringen Eigenversorgung mit Strom im Winter aus.

Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) hat die dritte Ausgabe seines „VSE Trends 2035“ vorgelegt. Darin beschreibt er auf der Grundlage der Befragung von Experten seiner Mitgliedsunternehmen die Erwartungen, wie sich die Branche in den nächsten Jahren entwickeln wird. So geht eine klare Mehrheit der Befragten davon aus, dass die Regulierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien sowie der Energieeffizienz stark oder sogar sehr stark steigen wird. Der VSE selbst ist da optimistischer: Er geht von einer weniger starken Zunahme der Regulierung aus. Noch deutlicher ist die Erwartung der Branche, dass auch der CO2-Preis reguliert werden wird. 

Bei der Sicherheit der Energieversorgung setzen zahlreiche Branchenexperten Fragezeichen. Eine Mehrheit der Befragten meint, dass die Eigenversorgung mit Strom im Winter gering oder sogar sehr gering sein werde. Umgekehrt geht eine Mehrheit der Befragten davon aus, dass die Schweiz 2035 stark oder sogar sehr stark in den Markt eingebunden sein wird.

Dagegen ist die Branche gespalten in der Frage, wie gross der Anteil dezentraler Produktion bei der Stromversorgung sein wird. Ähnlich sieht es bei der Beurteilung chemischer Speicher wie des Wasserstoffs aus.  

Die Branche dürfte aus Sicht der Befragten zudem stark vom technologischen Wandel geprägt sein. Eine deutliche Mehrheit geht davon aus, dass der Anteil internetfähiger Geräte 2035 hoch oder sogar sehr hoch sein wird. Eine knappere Mehrheit denkt, dass digitale Dienstleistungen einen wichtigen Anteil an der Energieversorgung haben werden. stk

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