Stimmvolk steht trotz Corona hinter Bilateralen

29. Juli 2020 13:41

Basel - Trotz Corona-Krise sieht weiterhin knapp die Hälfte der Bevölkerung die Bilateralen als vorteilhaft. Viele sehen Vor- und Nachteile zudem ausgeglichen. Ausserdem steht die Mehrheit hinter dem institutionellen Rahmenabkommen. Dies zeigt eine Umfrage im Auftrag von Interpharma. Der Verband begrüsst die Ergebnisse.

Das Forschungsinstitut gfs.bern hat im Auftrag von Interpharma eine Studie zur Meinung der Stimmbevölkerung zur Europapolitik durchgeführt. Demnach beurteilen 49 Prozent der Befragten die bilateralen Verträge mit der EU weiterhin als vorteilhaft, 28 Prozent sehen Vor- und Nachteile ausgeglichen und 18 Prozent beurteilen die Bilateralen als nachteilig. Die Vorteile werden damit „leicht weniger stark betont als noch vor einem Jahr“, hält Interpharma in einer Mitteilung fest.

Aus der Studie ergibt sich laut dem Verband die Erkenntnis, dass die Stimmberechtigten „das Handeln der EU im Krisenmanagement tendenziell kritisch beurteilen, die Vorteilssicht auf die Bilateralen aber ungebrochen überwiegt“. Die Corona-Krise habe also nicht zu einer Neuformatierung der Einstellung gegenüber den Bilateralen geführt.

Die Ergebnisse zeigen weiter, dass die Kündigungsinitiative nur noch von 29 Prozent befürwortet wird. Vor einem Jahr waren es noch 33 Prozent. Dagegen lehnen neu 69 Prozent die Initiative ab, was einer Zunahme von 5 Prozent gegenüber 2019 entspricht.

Das institutionelle Rahmenabkommen hat der Umfrage zufolge weiterhin eine stabile Mehrheit. Fast zwei Drittel der Stimmberechtigten würden es annehmen.

Interpharma begrüsst die Studienergebnisse. „Die Umfrage zeigt, dass sich die Schweizer Bevölkerung stabile Beziehungen zu unserem wichtigsten Wirtschaftspartner wünscht. Unsere exportorientierte Wirtschaft braucht Planungs- und Rechtssicherheit, insbesondere in diesen herausfordernden Zeiten“, so René Buholzer, Geschäftsführer des Verbands. ssp

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