Stilllegungs- und Entsorgungsfonds weisen Verluste aus

16. September 2019 14:37

Bern - Der Bundesrat hat die Jahresberichte und -rechnungen 2018 für den Stillleguns- und den Entsorgungsfonds genehmigt. Beide Fonds weisen aufgrund negativer Anlagerenditen Verluste aus. Die Rückstellungen in beiden Fonds liegen dennoch weiterhin über den Soll-Beträgen.

Die von den Betreibern von Kernanlagen zu äufnenden Stilllegungs- und Entsorgungsfonds sollen die Kosten für die Stilllegung der Schweizer Kernkraftwerke und die Entsorgung der radioaktiven Abfälle decken, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Er hat in seiner Sitzung vom 13. September die Jahresberichte der beiden Fonds für das Berichtsjahr 2018 genehmigt. Derzeit sind in beiden Fonds zusammen 7,492 Milliarden Franken angehäuft. Ende 2017 hatten sich die Fondsbeträge auf 7,732 Milliarden Franken addiert.

Im Stilllegungsfonds stehen derzeit 2,433 Milliarden Franken für Stilllegung und Abbruch der Kernanlagen und die Entsorgung der dabei entstehenden radioaktiven Abfälle bereit. Die Mittel überstiegen den für Ende 2018 angestrebten Soll-Betrag von 2,426 Milliarden Franken um 7,6 Millionen Franken, schreibt der Bundesrat. Aufgrund einer negativen Anlagenrendite von -4,22 Prozent musste allerdings gegenüber Ende 2017 ein Verlust von 107,6 Millionen Franken ausgewiesen werden.

Der für die Kosten der Entsorgung von radioaktiven Abfällen eingerichtete Entsorgungsfonds wies zum Jahresende 2018 Mittel in Höhe von 5,059 Milliarden Franken aus. Der Fonds notiert damit um 141 Millionen Franken über seinem Soll-Betrag von 4,918 Milliarden Franken, informiert der Bundesrat. Im Vergleich zum Jahresende 2017 musste hingegen ein Verlust von 224 Millionen Franken verbucht werden. Er resultierte aus einer negativen Anlagenrendite von -4,20 Prozent. hs

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