St.Gallen will mehr Wärme aus Seen gewinnen

04. November 2019 13:45

St.Gallen - Der Kanton St.Gallen treibt Projekte zur Gewinnung von Wärme aus Seewasser voran. Sie sollen helfen, fossile Heizsysteme durch CO2-arme klimafreundliche Wärmeversorgung zu ersetzen.

Der Kanton St.Gallen will die enormen Energiemengen, die in seinen Seen gespeichert sind, künftig besser nutzen. Das Energiepotenzial von Bodensee, Walensee und Zürichsee übersteigt nach Angaben einer Medienmitteilung des Kantons den Wärme- und Kühlungsbedarf der seenahen Gemeinden bei weitem. Die notwendige Technik etwa von Luft-Wasser-Wärmepumpen sei seit Jahrzehnten erprobt. 

Ziel des Kantons ist, dass die CO2-Emissionen der Gebäude bis zum Jahr 2030 um 20 bis 30 Prozent sinken. Dafür müssten Energiequellen effizienter genutzt werden. Gleichzeitig sollen klimafreundliche Systeme fossile Heizungen ersetzen. 

Um die Wärmenutzung aus den Seen in Gang zu bringen, führt das Amt für Wasser und Energie zusammen mit der Energieagentur St.Gallen derzeit eine Informations- und Vernetzungskampagne durch.

Bei der Umsetzung der Projekte seien vor allem die Gemeinden, lokale Energieversorger sowie Besitzerinnen und Besitzer lokaler Liegenschaften gefragt. „Idealerweise stellen die Gemeinden mit einer räumlichen Energieplanung sicher, dass die Wärmeversorgung koordiniert erfolgt und somit wirtschaftlich ist", heisst es in der Medienmitteilung. Projekte mit thermischen Netzen sowie Seewassernutzung mit Wärmepumpen würden im Rahmen der kantonalen Energieförderung finanziell unterstützt. Ansprechpartner für das Förderungsprogramm ist die Energieagentur St.Gallen. mm

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