Steuerlast wird leichter

07. Januar 2021 12:01

Bern - Die Steuerbelastung in Kantonen und Gemeinden ist 2021 gegenüber dem letzten Referenzjahr 2020 leicht geringer geworden. Die Unterschiede zwischen den Kantonen bleiben 2021 hingegen in etwa dieselben wie im Vorjahr. Dies zeigt der aktuelle Steuerausschöpfungsindex der Finanzverwaltung.

Dem aktuellen Steuerausschöpfungsindex der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV) zufolge schöpfen Kantone und Gemeinden der Schweiz 2021 im Durchschnitt 24,7 Prozent ihres Ressourcenpotenzials durch Steuern ab. Für 2020 hatte der Wert 24,9 Prozent betragen. Während das Ausmass, in dem die Steuerpflichtigen durch Abgaben an Kantone und Gemeinden im Durchschnitt belastet werden, somit leicht gesunken ist, ändere sich an den interkantonalen Unterschieden im Vergleich zu 2020 wenig, erläutert die EFV.

Die geringste Ressourcenabschöpfung weist 2021 mit 11 Prozent der Kanton Zug aus. Auch die Kantone Nidwalden und Schwyz liegen weit unter dem Schweizer Durchschnitt. Am anderen Ende der Skala rangieren Genf, Neuenburg, Waadt, Jura und Basel-Stadt. Spitzenreiter Genf schöpft dabei 34,1 Prozent seines Ressourcenpotenzials über Fiskalabgaben ab. Nah am Durchschnittswert bewegen sich die Kantone St.Gallen, Graubünden, Basel-Landschaft und Tessin.

Den im Jahresvergleich grössten Sprung nach oben macht die EFV für den Kanton Bern aus. Hier ging die Ressourcenabschöfpfung gegenüber 2020 um 1,2 Prozent zurück, der Kanton rückte dadurch in der Skala um zwei Plätze nach oben. Freiburg schöpft im laufenden Jahr hingegen seine Ressourcen um 1,5 Prozent stärker als im Vorjahr aus. In der Skala fiel der Kanton dadurch gegenüber 2020 um drei Plätze zurück.

Der seit 2009 erhobene Index der Steuerausschöpfung zeigt, wie stark die steuerlich ausschöpfbare Wirtschaftskraft eines Kantons durchschnittlich tatsächlich durch Fiskalabgaben belastet wird, erläutert die EFV in der Mitteilung weiter. Die Fiskalabgaben werden dabei dem Ressourcenpotenzial nach dem nationalen Finanzausgleich gegenübergestellt. Der Index gibt jedoch keine Auskunft über Steuertarife und Steuersätze. hs

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