Stellenmarkt verzeichnet Rekordkonjunktur

13. Januar 2022 13:48

Zürich - Das Angebot an Stellen lag im vierten Quartal 2021 um 39 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit wurde ein neuer Rekord verbucht. Im Vergleich zu vor der Pandemie legten die Inserate um 18 Prozent zu. Dies zeigt der aktuelle Swiss Job Market Index von Adecco Group und Universität Zürich.

Dem aktuellen Swiss Job Market Index zufolge lag die Zahl der Stellenausschreibungen im vierten Quartal 2021 schweizweit um 39 Prozent über dem Vorjahreswert. Er wird vierteljährlich von der Adecco Group und dem Stellenmarkt-Monitor Schweiz am Soziologischen Institut der Universität Zürich erhoben. „Ein solch rasanter und massiver Anstieg des Index wurde seit Messbeginn im Jahr 2003 noch nie beobachtet“, schreiben die Analysten des Index in einer entsprechenden Mitteilung. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019 – also vor Ausbruch der Pandemie – legte das Angebot am Stellenmarkt um 18 Prozent zu.

„Sollte Omikron zur Wiedereinführung von härteren Massnahmen im In- und Ausland führen, wie etwa die Schliessung gewisser Dienstleistungsbranchen, oder sollten die Lieferengpässe gerade auch wegen der Verbreitung von Omrikon im Ausland länger andauern, dann könnte sich auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt wieder verschlechtern“, wird Marcel Keller in der Mitteilung zitiert. Der Country Manager Adecco Schweiz weist aber gleichzeitig darauf hin, dass „die durch Omikron verursachten krankheitsbedingten Personalengpässe auch einen Anstieg bei den Temporärstellen“ verursachen können.

Den grössten Zuwachs an Ausschreibungen haben die Analysten mit 23 Prozent bei Stellen für Fachkräfte des Handwerks und für Hilfskräfte beobachtet. Das Angebot an Stellen für Fachkräfte in Büro und Verwaltung legte im Jahresvergleich um 21 Prozent zu. Hohe Wachstumsraten zwischen 17 und 12 Prozent wiesen die Angebote an Stellen für Fachkräfte in Dienstleistung und Verkauf, Hochschulberufe im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich oder im Gesundheitswesen, technische Fachkräfte sowie Hochschulberufe in Wirtschaft und Sozialem auf. Das Angebot für Führungskräfte legte nach einem starken Einbruch 2020 im Jahresvergleich um 2 Prozent zu. hs

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