Stadler testet Batteriebetrieb

20. September 2021 13:31

Bussnang TG - Im Nahverkehrsraum Leipzig sollen dieselbetriebene durch elektrisch betriebene Züge ersetzt werden. Weil die Strecke teilweise nicht elektrifiziert ist, müssen Batteriezüge eingesetzt werden. Ein erster Test wurde nun mit einem Batteriezug von Stadler durchgeführt.

Im Nahverkehrsraum Leipzig sollen die auf der Strecke Leipzig-Grimma-Döbeln eingesetzten Dieselfahrzeuge durch elektrisch angetriebene Züge ersetzt werden. Da die Strecke teilweise nicht elektrifiziert ist, müssten die Züge neben einem Oberleitungsbetrieb auch mit batterieelektrischem Antrieb ausgestattet sein. Ein erster Test für einen solchen Einsatz ist am vergangenen Samstag mit einem Batteriezug von Stadler gemacht worden.

Im Auftrag des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig habe Stadler mit einer vierstündigen Testfahrt die Einsetzbarkeit von Batteriezügen im Leipziger S-Bahn-Netz nachgewiesen, erläutert der Thurgauer Schienenfahrzeugbauer in einer Mitteilung. Der bei dem Test eingesetzte Batteriezug vom Typ FLIRT Akku sei dabei auf dem nichtelektrifizierten Teil der Strecke vom Oberleitungsbetrieb in den Batteriemodus gewechselt.

„Der Einsatz CO2-emissionsfreier Schienenfahrzeuge auf nicht elektrifizierten Strecken ist ein grundlegender Baustein zur Erreichung der EU- Klimaziele“, wird Jure Mikolčić in der Mitteilung zitiert. Bereits 2019 habe Stadler eine Ausschreibung über 55 Batteriezüge für Schleswig-Holstein gewonnen, erläutert der CEO Stadler Deutschland. Für die Anschaffung der Batteriezüge in Leipzig sollen Strukturwandel-Mittel bereitgestellt werden. Dies habe „der Bund erst vor wenigen Tagen bestätigt“, so Kai Emanuel, Vorsitzender des  Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig, in der Mitteilung. hs

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