Spiele-Industrie fordert Unterstützung vom Bund

30. Juli 2021 13:09

Zürich - Die Gründer der Blindflug Studios AG haben sich in einem offenen Brief an den Bundesrat gewandt. Darin wird die Unterstützung des Bunds für die von der Pandemie hart getroffenen Schweizer Entwickler von Online-Spielen gefordert. Mehr Unterzeichnende unterstützen die Forderung.

In den letzten zehn Jahren seien in der Schweiz hunderte Projekte zur Entwicklung von Online-Spielen begonnen worden, woraus dutzende Game-Studios entstanden seien, schreiben Moritz Zumbühl und Jeremy Spillmann in einem offenen Brief an den Bundesrat. In diesem fordern die Mitgründer der Blindflug Studios AG die Unterstützung des Bundes für die Schweizer Online-Spiele-Industrie ein. Die vielversprechende Branche sei von der Pandemie genau im Übergang „zu grossen konkurrenzfähigen internationalen Playern“ getroffen worden, heisst es im Brief.

Für diesen Übergang seien „die kleinen Schweizer Player“ auf internationale Anlässe angewiesen, erläutern Zumbühl und Spillmann. Denn das Land selbst biete der Branche keine Strukturen für „die eminent wichtige Vernetzung sowie die Investoren- und Verlagssuche“. Hier soll nach Ansicht der Verfasser des Briefes der Bund mit einer punktuellen Spitzenförderung einspringen. Damit könnten viele Game-Studios ihr Überleben sichern und den Sprung auf den internationalen Markt schaffen, argumentieren die beiden Spiele-Entwickler. Einmal erfolgreich könnten die Studios dann „allfällige Darlehen auch wieder zurückzahlen“.

Einem Bericht auf startupticker.ch zufolge hat Zumbühl bereits ein mögliches Fördermodell für die Branche ausgearbeitet. Sollte die Schweiz es übernehmen, befände sie sich in guter Gesellschaft, heisst es im Bericht. Ihm zufolge unterstützen andere Staaten ihre Game-Branchen bereits mit derartigen Programmen. Der offene Brief von Zumbühl und Spillmann sei derweil bereits von über 400 Unterstützenden unterzeichnet worden. hs

Aktuelles im Firmenwiki