Sonova beschleunigt Programm zum Kostensparen

06. Juli 2020 12:28

Stäfa ZH - Die Coronavirus-Pandemie wird die Umsätze von Sonova im laufenden Halbjahr auf etwa 65 bis 75 Prozent des Vorjahreswerts drücken, erwartet der Hörgerätehersteller. Sonova will daher einige Unternehmensbereiche optimieren. Zudem sollen Standorte von Fachgeschäften zusammengelegt werden.

Die Erholung der Markts für Hörgeräte sei in den letzten Wochen schneller als erwartet verlaufen, erläutert Sonova in einer Mitteilung. Ihr zufolge hat der Hörgerätehersteller aus Stäfa in den ersten drei Monaten seines Geschäftsjahres 2020/21 einen Gesamtumsatz in Höhe von 59 Prozent des Vorjahreswerts erwirtschaftet. Für das gesamte laufende Halbjahr geht Sonova von 25 bis 35 Prozent geringeren Umsätzen als im Vorjahr aus. Beim bereinigten Betriebsergebnis (EBITA) wird eine Marge „im einstelligen Bereich“ erwartet.

Vor dem Hintergrund der Auswirklungen der Coronavirus-Pandemie will das Unternehmen zudem seine bereits begonnenen Anstrengungen zur Optimierung der Betriebsstrukturen beschleunigen. Im Geschäftsjahr 2020/21 werde Sonova hier rund 40 bis 60 Millionen Franken in Administration, Produktion, Logistik und Back-Office investieren, informiert das Unternehmen in der Mitteilung. Zudem soll das Netz an unternehmenseigenen Fachgeschäften durch die Zusammenlegung von Standorten gestrafft werden. Der Hörgerätehersteller rechnet damit, nach Umsetzung aller Massnahmen jährlich rund 50 bis 70 Millionen Franken an Kosten zu sparen.

„Wir freuen uns über das derzeitige Tempo der Markterholung und unsere Erfolge beim Kostenmanagement“, wird Sonova-CEO Arnd Kaldowski in der Mitteilung zitiert. Die Optimierung der Betriebsstrukturen will Kaldowski nutzen, um das Wachstum des Unternehmens „im nach wie vor sehr attraktiven Markt für Hörlösungen“zu stärken. hs

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