Sommaruga empfiehlt Energiesparprogramm

15. August 2022 12:17

Bern - Bundesrätin Simonetta Sommaruga hält ein Schweizer Sparprogramm nach EU-Vorbild für sinnvoll. In Vorbereitung einer Mangellage sollten öffentliche Gebäude weniger heizen, empfiehlt die Energieministerin im Interview mit „Blick“. Zudem müsse der Ausbau von Erneuerbaren beschleunigt werden.

Es wäre sicher sinnvoll, wenn sich die Schweiz angesichts einer drohenden Mangellage nach EU-Vorbild das Ziel setze, bis zum nächsten Frühling 15 Prozent Gas einzusparen, erläutert Bundesrätin Simonetta Sommaruga im Interview mit der „Blick“. Die Entscheidung liege allerdings beim Bundesrat, so die Chefin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation. Eine Kampagne, die zum Energiesparen motiviert, sei bereits vorbereitet und solle in Kürze umgesetzt werden. 

Ein hohes Potenzial für die Einsparung von Energie sieht Sommaruga beim Heizen. Hier müsse die öffentliche Verwaltung Vorbild sein, meint die Energieministerin. Sie will sich im Bundesrat dafür stark machen, „dass wir in öffentlichen Gebäuden die Heizung etwas runterdrehen“.  

Eine Politik, „die blind auf Gas- und Ölimporte gesetzt hat“, sei gescheitert, erklärt die Bundesrätin im Interview. Sie plädiert dafür, die Schweiz „von dieser Abhängigkeit“ zu lösen und „die einheimischen Energien“ auszubauen. Insbesondere müsse die Schweiz „rasch vorwärtsmachen mit dem Ausbau der Erneuerbaren“, meint Sommaruga. „Das ist auch die richtige Antwort auf die Klimakrise“. hs

Limmatstadt 30.09.2022

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