Scienceindustries fordert international ausgerichtete Klimapolitik

27. Juli 2022 12:13

Zürich - Scienceindustries warnt davor, den Wirtschaftsstandort Schweiz durch eine verfehlte Klimapolitik zu gefährden. Nach Ansicht des Wirtschaftsverbands Chemie Pharma Life Sciences kann dies durch eine internationale Ausrichtung der Klimapolitik verhindert werden.

Die Klimapolitik habe einen hohen Einfluss auf die Produktion in der Schweiz, schreibt scienceindustries in einer Mitteilung. Die Klimaziele müssten daher verfolgt werden, „ohne dem Wirtschaftsstandort Schweiz zu schaden“, meint der Wirtschaftsverband Chemie Phama Life Sciences. Die sei „nur mit einer international ausgerichteten Klimapolitik“ möglich. 

Der Wirtschaftsverband unterstützt das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Netto-Null zu senken. In diesem Zusammenhang hatte scienceindustries auch das im Juni vergangenen Jahres abgelehnte CO2-Gesetz unterstützt. Ohne dieses fehle der Schweiz „ein verlässliches Grundgerüst“ in der Klimapolitik.  

Im Rahmen von Zielvereinbarungen habe die Branche rund 80'000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden und Energie im Wert von rund 40 Millionen Franken eingespart, erläutert scienceindustries. Zudem leisteten die Industrien Chemie, Pharma und Life Sciences mit innovativen Produkten und als Zulieferer für an der Energiewende beteiligte Branchen einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz. 

Wie die gesamte Wirtschaft stünden aber auch Chemie, Pharma und Life Sciences „im harten internationalen Wettbewerb“ und seien auf gleiche Voraussetzungen wie die der Konkurrenz angewiesen. Die Anbindung des Schweizer Emissionshandelssystems an das der EU wird hier vom Verband als Schritt in die richtige Richtung gesehen. Als nächstes müsste die Schweizer Klimapolitik, beispielsweise bei der Höhe der CO2-Abgaben, an das internationale Umfeld angepasst werden, fordert scienceindustries. hs

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