Schweizer Wald wächst und wandert

14. September 2021 14:49

Birmensdorf ZH - Die Waldfläche nimmt in der Schweiz zu und der Waldmittelpunkt verlagert sich langsam in ostsüdöstlicher Richtung. Das ist das Ergebnis des im 9-Jahres-Rhythmus durchgeführten Landesforstinventars.

Die Waldfläche der Schweiz wächst. Weil sie aber nicht überall gleich zunimmt, wandert der Waldmittelpunkt der Schweiz Richtung Ostsüdosten. Das haben Forschende der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) und des Bundesamts für Umwelt (BAFU) bei der Erstellung des jüngsten Landesforstinventars (LFI) festgestellt. Es erfasst seit fast 40 Jahren den Zustand und die Veränderungen des Schweizer Waldes.

Laut Medienmitteilung ist der Waldmittelpunkt in der Schweiz in den acht Jahren zwischen dem dritten und dem vierten Landesforstinventar um 460 Meter gewandert. Am 10. September haben die am LFI Beteiligten in einer Zeremonie eine Urkunde am neuen Standort auf der Alp Älggi in Sachseln OW vergraben. Das liegt nicht weit weg vom geografischen Mittelpunkt der Schweiz.

Schweizweit ist die Waldfläche seit dem dritten LFI, erhoben von 2004 bis 2006, um rund 300 Quadratkilometer gewachsen. Das entspreche in etwa der Fläche des Kantons Schaffhausen. Im Mittelland und im Jura habe sich die Waldfläche in diesem Zeitraum nicht verändert. Das Waldgesetz stelle sicher, dass sie nicht verkleinert wird, heisst es in der WSL-Mitteilung. In den Voralpen und auf der Alpensüdseite wuchs die Fläche ein wenig, am stärksten jedoch legte sie in den Alpen zu: um 5 Prozent.

Christoph Fischer, der stellvertretende LFI-Programmleiter, sieht es positiv, dass sich die Waldfläche im Mittelland seit der ersten Inventur nicht verändert hat, also auch nicht geschrumpft ist. Dies sei „dem strengen Schutz der Waldfläche zu verdanken“, wird Fischer zitiert. Das sei „für die Bevölkerung ein Glücksfall. Denn so bleibt der Freizeit- und Erholungsraum Wald für alle rasch erreichbar.“ gba 

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