Schweizer Stimmvolk will gutes Verhältnis zu EU

17. Februar 2020 12:15

Zürich - Das Rahmenabkommen mit der Europäischen Union gilt Schweizerinnen und Schweizern als notwendig. Doch gibt es offene Fragen. Die Begrenzungsinitiative wird als der falsche Weg gesehen. Das sind Ergebnisse einer Studie von Sensor Advice.

Eine qualitative Studie von Sensor Advice zeigt den facettenreichen Blick des Stimmvolks auf die Europäische Union. Zwölf Gruppendiskussionen in der gesamten Schweiz ergaben ein differenziertes Bild mit deutlicher Tendenz: Die Schweizerinnen und Schweizer wollen mehrheitlich partnerschaftliche Beziehungen zur EU. Gleichzeitig möchten sie die Eigenständigkeit der Schweiz wahren. „Hauptmotiv für die insgesamt pragmatische Haltung zu den Beziehungen Schweiz-Europa ist die Sicherung der bilateralen Verträge“, heisst es in einer Medienmitteilung von Sensor Advice. Sie seien „zentral und definitionsmächtig im Diskurs“. 

Die Begrenzungsinitiative werde von vielen Menschen abgelehnt. „Das Argument der Sicherung der bilateralen Verträge ist auch hier entscheidend“, sie dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden. Personen mit einer ambivalenten Haltung zur EU sähen Probleme im Sozialsystem und bei den Löhnen. Sie forderten „eine gewisse Kontrolle“. Doch auch in ihren Augen sei die Initiative nicht der richtige Weg zur Lösung dieser Fragen.

Die Schweiz sei divers, so die Studie. Doch zeigten sich über alle Sprachregionen hinweg dieselben Argumente als die wichtigsten. „Die internationalen Verflechtungen und der globale Markt beschäftigen in einer direkten Demokratie nicht nur die Politik, sondern auch Bürgerinnen und Bürger.“ mm

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