Schweizer Banken begeistern Kundschaft wenig

26. November 2021 13:12

Zug - Nur wenigen Retailbanken gelingt es, ihre Kundschaft an sich zu binden. Das mache sie anfällig für Angebote von Neobanken, so die Retail-Banking-Studie des Instituts für Finanzdienstleistungen. Sie präsentiert auch eine Rangliste der besten Filialbanken und untersuchte die Frauenanteile auf Führungsebene.

Schweizer Bankkundinnen und -kunden sind zwar mit ihrer Hausbank sehr zufrieden. Auch ihre Wechselbereitschaft ist mit 1 Prozent extrem niedrig. Gleichzeitig würden aber nur 18 Prozent der Befragten ihre Bank weiterempfehlen. Das zeigt die Retail-Banking-Studie des in Zug ansässigen Instituts für Finanzdienstleistungen der Hochschule Luzern

„Die Banken liefern gute Qualität“, fasst Studienautor Andreas Dietrich in einer Medienmitteilung zusammen. „Begeisterungs- und Empfehlungsfaktoren, welche die Basis für eine Weiterempfehlung sind, fehlen aber fast gänzlich.“ Kundschaft ohne Bindung zu ihrer Hauptbank sei „oftmals preissensitiv und entsprechend offen für kostengünstige Angebote von Neobanken“. Bislang nenne nur 1 Prozent der 694 befragten Schweizer Bankkundinnen und -kunden eine Neobank als Hausbank. Das werde sich nach Ansicht der beiden Verfasser dieser Studie in den kommenden Jahren ändern. 

Basierend auf neun Kennzahlen von 90 Instituten ermittelten sie auch die aus Zahlensicht besten Retailbanken. In ihren jeweiligen Grössenklassen sind dies die Caisse d'Epargne d'Aubonne, die Bank EEK sowie die Kantonalbanken aus Nidwalden, Schwyz und Graubünden. 

Die Zahl der Frauen in Verwaltungsräten stieg innerhalb eines Jahres von 130 auf 132 und liegt bei 25 Prozent. In den Geschäftsleitungen nahm die Zahl der Frauen von 28 auf 32 zu. Ihr Anteil liege dort jedoch nur bei 10 Prozent. mm

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