Schweizer Aktien dürfen wieder in London gehandelt werden

03. Februar 2021 14:16

Bern - Die Schweiz hat am Mittwoch grünes Licht für die Wiederaufnahme des Handels mit Aktien von Schweizer Unternehmen an britischen Börsen gegeben. Die SIX und die Schweizerische Bankiervereinigung begrüssen diesen Entscheid. Damit sei wieder ein gesunder Austausch und Wettbewerb möglich.

Die Schweiz hat am 3. Februar die Börsenschutzmassnahme gegenüber Grossbritannien aufgehoben, wie aus einer Mitteilung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) hervorgeht. Grossbritannien hat die Schweizer Börsen bereits Mitte Januar als äquivalent anerkannt. Nach Ablauf einer dreiwöchigen Frist hat dieser Beschluss nun Rechtskraft erlangt. 

Mit dem Abschluss dieses Prozesses kann nun der Handel mit Schweizer Aktien an britischen Handelsplätzen wieder aufgenommen. Die Schweizer Börse SIX begrüsst diesen Schritt in einer Medienmitteilung. „Mit der gegenseitigen Anerkennung der Äquivalenz ist zwischen den bedeutenden Finanzzentren in der Schweiz und in UK ein gesunder Austausch und Wettbewerb möglich“, lässt sich Thomas Wellauer, Verwaltungsratspräsident von SIX, zitieren. 

Auch die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) freut sich über die Normalisierung des Börsenhandels mit Grossbritannien. „Finanzdienstleister sind grundsätzlich auf offene und effizient funktionierende Kapitalmärkte angewiesen“, betont sie in einer Mitteilung.

Die Schweiz und die EU erkennen ihre gegenseitigen Börsen seit Mitte 2019 nicht mehr an. So können keine Aktien aus der EU an Schweizer Börsen gehandelt werden und auch die Schweiz verbietet den Handel von Schweizer Aktien in der EU. Weil die Brexit-Übergangsphase Ende 2020 ausgelaufen ist, ist Grossbritannien nicht mehr von dieser Regelung betroffen. Gegenüber der EU bleibt die Börsenschutzmassnahme allerdings unverändert in Kraft.  ssp

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