Schweiz und Italien unterzeichnen neues Grenzgängerabkommen

23. Dezember 2020 13:59

Bern - Die Schweiz und Italien haben am Mittwoch ein neues Grenzgängerabkommen unterzeichnet. Dieses wird das Abkommen aus dem Jahr 1974 ersetzen. Laut dem Bund trägt es zum Erhalt der guten bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern bei.

Die Schweiz und Italien haben bereits im Jahr 2015 ein neues Grenzgängerabkommen ausgehandelt. Allerdings wurde dieses bisher noch nicht unterzeichnet. Am Mittwoch ist es nun dazu gekommen. Staatssekretärin für internationale Finanzfragen, Daniela Stoffel, und der stellvertretenden italienische Wirtschafts- und Finanzminister Antonio Misiani haben eine leicht modifizierte Version des Abkommens aus 2015 unterschrieben. Dies teilt das Staatsekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) mit.

Nun muss das Abkommen noch von den Parlamenten beider Länder ratifiziert werden. Dann soll es das aktuell gültige Abkommen aus dem Jahr 1974 ersetzen, welches die Besteuerung von Grenzgängern nur in der Schweiz vorsieht. Im neuen Abkommen sollen Grenzgänger nun in beiden Ländern besteuert werden. Der Wohnsitzstaat wird dafür zuständig sein, eine allfällige Doppelbesteuerung zu beseitigen. In diesem Zusammenhang wurde am Mittwoch auch ein Änderungsprotokoll zum Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet.

Der Prozess zur Ausarbeitung des Abkommens wurde laut dem SIF von den Kantonen Graubünden, Tessin und Wallis sowie den Gewerkschaften und dem Verband der italienischen Grenzgemeinden begleitet. Insgesamt trage das neue Abkommen zum Erhalt der guten bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien bei. ssp

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