Schweiz und Grossbritannien wollen Finanzmärkte öffnen

01. Juli 2020 11:33

Bern - Die Schweiz und Grossbritannien haben eine Absichtserklärung über eine gegenseitige Öffnung der Märkte für Finanzdienstleister unterzeichnet. Dafür sollen die jeweils geltenden Finanzmarktregulierungen gegenseitig anerkannt werden. Economiesuisse begrüsst die Vereinbarung.

„Die Finanzminister der Schweiz und des Vereinigten Königreichs, Bundesrat Ueli Maurer und Schatzkanzler Rishi Sunak, haben heute an einem digitalen Treffen eine Erklärung über die künftige vertiefte Zusammenarbeit für Finanzdienstleistungen zwischen den beiden Ländern unterzeichnet“, informiert das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) in einer entsprechenden Mitteilung vom Dienstag. Die beiden Länder streben ein Abkommen an, das „auf dem Prinzip der gegenseitigen Anerkennung der jeweils anwendbaren Finanzmarktregulierung sowie des Aufsichtsrahmens“ basiere, heisst es dort weiter. Durch das Abkommen wollen die Partner die Stellung ihrer Finanzzentren in Europa stärken.

Die beiden Finanzminister hätten zudem erörtert, wie der gegenseitige Zugang zu den schweizerischen und britischen Börsen ermöglicht werden könne, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Hier streben die Schweiz und Grossbritannien eine gegenseitige Anerkennung ihrer Börsen an, sobald beide Seiten die dafür nötigen Vereinbarungen mit der EU umgesetzt haben.

In einer Stellungnahme zur bilateralen Videokonferenz begrüsst economiesuisse die Absichtserklärung als „starkes Signal für offene Märkte für Finanzdienstleistungen“. „Beide Länder werden grossen Nutzen aus der Intensivierung der grenzüberschreitenden Finanzdienstleistungen ziehen können“, wird der Präsident des Wirtschaftsverbands, Heinz Karrer, dort zitiert. „Dieser Absichtserklärung sollen nun rasch Resultate folgen“, fordert Karrer. hs 

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