Schweiz übernimmt EU-Vorgaben für die Luftfahrt

19. Juli 2021 14:16

Bern - Die Schweiz übernimmt eine Reihe von Anpassungen der EU bei den Bestimmungen für die Luftfahrt. Unter anderem sollen die Auflagen bei der Nutzung von Zeitnischen für Starts und Landungen gelockert werden. Die neuen Bestimmungen treten am 1. August in Kraft.

Der Gemischte Luftverkehrsausschuss von Schweiz und EU haben die Übernahme einer Reihe von neuen EU-Bestimmungen für die Luftfahrt durch die Schweiz beschlossen, erläutert das Bundesamt für Zivilluftfahrt in einer Mitteilung. Der Bundesrat habe die Übernahme der Regelungen an seiner Sitzung vom 23. Juni genehmigt, heisst es dort weiter. Sie werden damit in den Anhang des Luftverkehrsabkommens aufgenommen und zum 1. August dieses Jahres in Kraft treten.

Die neuen Bestimmungen sehen unter anderem eine Lockerung der Auflagen für Fluggesellschaften im Umgang mit den Zeitnischen für Starts und Landungen vor. Diese sogenannten Slots waren bisher davon abhängig, dass sie zu mindestens 80 Prozent auch genutzt wurden. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie werde den Fluggesellschaften hier künftig „mehr Spielraum“ eingeräumt, schreibt das Bundesamt.

Darüber hinaus sehen die neuen Bestimmungen einige Änderungen bei der Flug- und Luftsicherheit vor. So können Flugbetriebe anstelle von Trainings und Überprüfungen zukünftig auch ein auf den Regeln der internationalen Zivilluftfahrtorganisation beruhendes Ausbildungsprogramm durchführen. Bei der Luftsicherheit sollen Waren auf dem Weg in die EU in Zukunft bereits vor dem Verladen ins Flugzeug einer ersten Risikoanalyse unterzogen werden. Weitere neue Bestimmungen dienen der Steigerung der Präzision der Anflugrouten und der Pistensicherheit. hs

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