Schweiz stärkt Nachhaltigkeit bei Kakao und Kaffee

28. September 2022 12:36

Bern - Die Schweiz fokussiert sich künftig auf die ihr wichtigen Rohstoffe. Den neu verhandelten Internationalen Kaffee- und Kakaoabkommen stimmte der Bundesrat zu. Dabei hatte sich die Schweiz auch für mehr Nachhaltigkeit eingesetzt. Aus dem Internationalen Baumwollkomitee hingegen tritt sie aus.

Der Bundesrat wird sich künftig auf besonders relevante Rohstoffe konzentrieren. Entsprechend hat der Bundesrat am 23. September die aktualisierten Internationalen Kaffee- und Kakaoabkommen genehmigt. Sie waren neu verhandelt worden, weil ihre Laufzeit endete. Aus dem Internationalen konsultativen Baumwollkomitee hingegen wird die Schweiz austreten. 

Wie es in einer Medienmitteilung heisst, habe sich die Schweiz während der Neuverhandlungen entsprechend der Schwerpunkte ihrer Aussenwirtschaftspolitik für die Stärkung der Gouvernanz, für die Nachhaltigkeit und die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor eingesetzt. In der Mitteilung wird auch die Bedeutung der Kaffee- und Kakaosektoren für das Land betont. 

Demnach habe sich der Import beider Güter bezüglich ihres Wertes über die vergangenen 30 Jahre etwa verdreifacht. Rund 10 Prozent des weltweiten Kaffee-Exportwerts werde der Schweiz zugeschrieben. Das mache die Schweiz gemäss Handelswert nach Brasilien zum zweitgrössten Kaffeeexporteur der Welt. 

Dagegen hat den Angaben zufolge die Relevanz der Schweizer Mitgliedschaft beim Internationalen konsultativen Baumwollkomitee über die vergangenen Jahrzehnte stark abgenommen. Daher wird das Land dieses Gremium verlassen. mm

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