Schweiz soll aktive Rolle auf Seidenstrasse spielen

30. August 2019 15:24

Zürich - Thomas Wagner fordert eine kohärente Schweizer Politik gegenüber China. Die Schweiz solle eine aktive Rolle bei der Umsetzung der chinesischen Seidenstrassen-Initiative übernehmen, schreibt der ehemalige Zürcher Stadtpräsident in einem Meinungsbeitrag.

 

Thomas Wagner fordert die Schweiz auf, im Verhältnis Europas zu China eine Führungsrolle zu übernehmen. Das Land sei dafür prädestiniert. Zum einen geniesse die Schweiz in China „hohes Ansehen und Respekt“, zum anderen gelte sie als „Garant für Stabilität und für die Einhaltung von internationalen Standards“, schreibt der ehemalige Zürcher Stadtpräsident und Ehrenpräsident der Gesellschaft Schweiz-China in einem Meinungsbeitrag für die „Neue Zürcher Zeitung“.

Dafür brauche es zum einen eine kohärente Schweizer Politik gegenüber China. Dazu fordert Wagner unter anderem die Gründung eines Schweizer Kompetenzzentrums für China. Zum anderen solle die Schweiz aber „eine aktive Rolle im visionären Projekt Belt-and-Road-Initiative (BRI) übernehmen“, schreibt Wagner. Denn die EU sei derzeit kein verlässlicher Partner für China.

Es brauche für das Projekt der neuen Seidenstrasse Strukturen, die auch von China mitgetragen würden. „Die Schweiz sollte und könnte als Initiator und Leader im Prozess der BRI eine Pionierfunktion übernehmen, indem sie regelmässig zu einer internationalen Konferenz (Expertengruppe) aller von der BRI betroffenen Länder unter Miteinbezug der Volksrepublik China einlädt mit dem Ziel, die Projekte der BRI in Bezug auf ‚good governance‘ und auf die Einhaltung der internationalen Standards zu überprüfen sowie verpflichtende Empfehlungen abzugeben.“ Noch sei es für einen Dialog mit China nicht zu spät, so Wagner. Noch habe die Schweiz die Chance, eine Pionierleistung im Umgang mit China zu erbringen. stk

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