Schweiz setzt auf Diversifizierung der Handelspartner

24. November 2021 15:06

Bern - Die Schweiz will die bilateralen Beziehungen mit der EU weiterentwickeln. Gleichzeitig sollen die Beziehungen zu anderen wichtigen Handelspartnern ausgebaut werden, darunter zu den USA und China. Das sieht die überarbeitete Aussenwirtschaftsstrategie des Bundes vor.

Der Bundesrat hat am Mittwoch seine überarbeitete Aussenwirtschaftsstrategie veröffentlicht. Diese soll laut einer Mitteilung als „mittel- und langfristiger Kompass“ für die Aussenwirtschaftspolitik des Bundes dienen. Sie solle Orientierung geben angesichts einer unter Druck geratenen Weltordnung und protektionistischer Tendenzen. Ziel sei es, den Wohlstand der Schweiz zu erhalten und zu steigern.

Die Schweiz setzt dabei weiterhin auf multilaterale Ansätze. Die Importzölle für Industriegüter sollen abgebaut werden, die technischen Vorschriften zweckmässig und verhältnismässig sein. Der Zugang zu den Dienstleistungs- und den öffentlichen Beschaffungsmärkten solle diskriminierungsfrei erfolgen.

Die Schweiz wolle sich weiterhin regulatorisch an die EU annähern, den wichtigsten Handelspartner. Die bilateralen Beziehungen sollten erhalten und weiterentwickelt werden. Gleichzeitig sollten auch die Beziehungen und die Zusammenarbeit zu anderen wichtigen Handelspartnern ausgebaut und vertieft werden, darunter zu den USA, China und Grossbritannien. In der Zusammenarbeit mit China sollten aber „verstärkt Nachhaltigkeits- und Menschenrechtsfragen“ berücksichtigt werden. Die Diversifizierung der Import- und Exportmärkte solle die Widerstandsfähigkeit der Schweiz stärken.

Die überarbeitete Strategie sehe „keinen grundsätzlichen Richtungswechsel“ vor, schreibt Bundespräsident Guy Parmelin im Vorwort. „Sie soll vielmehr dazu beitragen, die anstehenden weltwirtschaftlichen Herausforderungen zu identifizieren und die damit einhergehenden Chancen und Risiken für den Wirtschaftsstandort Schweiz aufzuzeigen.“ stk

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