Schweiz lässt Potenziale für Digitalisierung ungenutzt

15. April 2021 14:25

Wallisellen ZH - Die Schweiz fällt beim Enabling Digitalization Index von Euler Hermes vom siebten auf den zehnten Platz zurück. Dem Exportkreditversicherer zufolge nutzt das Land seine Potenziale für Digitalisierung nicht aus. Die Spitzenplätze im Index belegen USA, Dänemark und Deutschland.

Die USA, Dänemark und Deutschland stehen wie in vergangenen Jahren auch beim Enabling Digitalization Index 2020 von Euler Hermes auf dem Siegertreppchen, informiert der Exportkreditversicherer in einer Mitteilung. China hat im Vergleich zum Vorjahr einen Sprung von Rang 17 auf den vierten Platz gemacht. Die Schweiz fiel dagegen vom siebten auf den zehnten Rang zurück.

Bei Regulierung und Wissen habe sich die Schweiz im Jahresvergleich leicht steigern können, erläutern die Analysten von Euler Hermes in der Mitteilung. Bei der Konnektivitätsqualität schlugen hingegen gesunkene Zahlen für Mobilfunkanschlüsse und Internetnutzer negativ zu Buche. Bei der Anzahl sicherer Server machen die Analysten hingegen einen Aufwärtstrend aus.

„Die Schweiz hat viel Potenzial – lässt aber weiterhin Teile davon ungenutzt“, wird Stefan Ruf, CEO von Euler Hermes Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Auch wenn die Digitalisierung hierzulande durch die Covid-19-Pandemie einen Schub erhalten hat, müssen die Schweizer zusehen, dass sie nicht ins Hintertreffen geraten.“ Konkret mahnt der Unternehmenschef die Stellung von Weichen „bei den Rahmenbedingungen ebenso wie bei Investitionen und der praktischen Umsetzung in den Unternehmen“ an.

Die Digitalisierung habe zudem Einfluss darauf, wie gut ein Land die Coronavirus-Pandemie bewältige, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Länder auf den vorderen Plätzen des Enabling Digitalization Index seien besser durch die Krise gekommen als Länder, die bei der Digitalisierung Nachholbedarf aufweisen, meint Ruf. hs

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