Schweiz ist nur mittelmässig auf Energiewende vorbereitet

22. September 2021 12:23

Effretikon ZH - Der Erfolg der Energiewende hängt unter anderem von der Flexibilität ab. Bei der Nutzung entsprechender Dienstleistungen liegt die Schweiz unter zwölf europäischen Ländern nur im Mittelfeld, zeigt Eaton. Das Unternehmen für Energiemanagement stützt sich auf eine Studie der REA.

Für den Ersatz fossiler Brennstoffe durch Energie aus erneuerbaren Quellen und die damit verbundene Verringerung der Emission von CO2 ist der Einsatz von Flexibilitätsressourcen notwendig, schreibt Eaton Schweiz in einer Mitteilung. Dort werden Flexibilitätsdienstleistungen als Leistungen definiert, die den Ausgleich von Nachfrage und Angebot am Strommarkt und die Stabilisierung des Elektrizitätssystems unterstützen. Eaton ist unter anderem auf die Bereitstellung solcher Flexibilitätsdienstleistungen spezialisiert.

Bei der Nutzung des Potenzials von Flexibilitätsdienstleistungen liegt die Schweiz nur im Mittelfeld unter zwölf westeuropäischen Ländern. Dies geht aus der von Eaton herangezogenen Studie „Energy Transition Readiness Index 2021“ der Association for Renewable Energy & Clean Technology (REA) hervor. In der Studie werde „die Bereitschaft ausgewählter europäischer Strommärkte für die Energiewende aus der Perspektive privater Investoren in Flexibilitätsdienstleistungen“ analysiert, erläutert Eaton in der Mitteilung.

Dabei schneiden die Nordländer Norwegen, Schweden und Finnland am besten ab, gefolgt von den Niederlanden, Dänemark und Irland. Die Schweiz liegt zusammen mit Frankreich, Deutschland und Grossbritannien im Mittelfeld. Die beiden südeuropäischen Länder Spanien und Italien sind am wenigsten auf die Energiewende vorbereitet.

„In den meisten Ländern besteht eine Diskrepanz zwischen Zielen und Massnahmen, wobei die grösseren Volkswirtschaften am schlechtesten abschneiden“, schreibt Eaton. Das Unternehmen sieht besonders in den grossen europäischen Volkswirtschaften einen hohen Bedarf an zusätzlichen Flexibilitätsressourcen. Zudem müssten „die Märkte reformiert werden, um private Investitionen in Flexibilitätsanlagen anzuziehen“. hs

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