Schweiz ist mit COP26-Resultat nicht zufrieden

15. November 2021 13:40

Bern - Bei der am Samstag zu Ende gegangenen Klimakonferenz COP26 in Glasgow sei zwar in einzelnen Punkten etwas erreicht worden, so Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Mit dem Gesamtresultat könne man jedoch nicht wirklich zufrieden sein.

An der 26. Klimakonferenz in Glasgow seien bei einzelnen Punkten zwar Fortschritte erzielt worden. Doch „mit dem Gesamtresultat dieser COP kann man nicht wirklich zufrieden sein“, wird BundesrätinSimonetta Sommaruga in einer Medienmitteilung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) zitiert. 

Die Schweiz begrüsse zwar, dass in der Abschlusserklärung erstmals festgehalten worden sei, Kohleenergie und ineffiziente Subventionen für fossile Energien müssten abgebaut werden. Doch hatte sie sich „für den vollständigen Abbau jeglicher Art von Subventionen für diese Energieträger und für die Abkehr jeglicher Art von Kohlenutzung“ eingesetzt.

Als Erfolg verbucht die Schweiz, dass die Emissionsverminderungen im Ausland weder unter den Staaten noch zwischen den Staaten und dem CO2-Kompensationssystem der Flugbranche (CORSIA) doppelt angerechnet werden können. Dafür habe sie sich eingesetzt. Anhand ihrer bilateralen Klimaschutzabkommen habe die Schweiz zeigen können, dass eine solche Regelung möglich ist. Zudem sei positiv, dass sich die Länder darauf einigen konnten, wie sie über ihre Emissionsverminderungen und die Unterstützung berichten, die sie dafür erhalten. Diese Transparenzregeln seien „entscheidend für das Vertrauen zwischen den Vertragsparteien“.

An der Konferenz habe die Schweiz Beiträge von über 50 Millionen Franken an den UNO-Anpassungsfonds, die Climate and Clean Air Coalition, den Least Developed Countries Fund, den Climate Investment Fund und die High Impact Partnership on Climate Action der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung gesprochen. Mit diesen Beiträgen unterstreiche die Schweiz ihre Zusage, einen fairen Beitrag an die internationale Klimafinanzierung zu leisten.

Ausserdem habe sich das Land dafür eingesetzt, dass die bestehenden Instrumente und Institutionen für den Umgang mit Klimaschäden gestärkt werden. Entwicklungsländer sollen beim Zugang zu diesen bestehenden Instrumenten unterstützt werden. mm

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