Schweiz ist bei Korruptionsbekämpfung weit vorne

29. Januar 2021 12:10

Bern - Die Schweiz schafft es im internationalen Korruptionsranking von Transparency International weltweit auf den dritten Platz. Laut Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency Schweiz, besteht dennoch Handlungsbedarf – vor allem in der Privatwirtschaft und im Sport.

Transparency International hat erneut sein Korruptionsranking veröffentlicht. Dieses misst die Wahrnehmung der Korruption im öffentlichen Sektor, basierend auf Einschätzungen von Fachpersonen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die Schweiz schafft es darin auf Rang drei. Diesen teilt sie sich mit Finnland, Schweden und Singapur. Angeführt wird die Liste von Dänemark und Neuseeland. Südsudan, Syrien und Somalia bilden das Schlusslicht.

Insgesamt erhält die Schweiz genau wie im Vorjahr 85 von 100 möglichen Punkten. Laut Transparency International verfehlt sie damit allerdings die möglichen Bestwerte teilweise um 20 Prozent. Zudem weise die Schweiz „erhebliche Mängel auf in Bereichen, die der CPI (Korruptionsindex) gar nicht misst, so insbesondere bei der Geldwäscherei-Bekämpfung, beim Schutz von Whistleblowern sowie bei der Korruption in der Privatwirtschaft und im Sport“, betont Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency Schweiz, in einer Medienmitteilung.

Der Korruptionsindex von Transparency International erfasst insgesamt 180 Länder. Den Angaben der Organisation zufolge ist er der meistgenutzte Indikator für Korruption im öffentlichen Sektor. ssp

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