Schwarmfinanzierung rettet Operation Libero

06. Januar 2021 13:07

Bern - Die Operation Libero kann dank einer erfolgreichen Schwarmfinanzierung weiterbestehen. Insgesamt hat die Organisation dabei 541'020 Franken eingenommen. Sie will sich unter anderem für eine Schweiz in Europa und eine demokratiestärkende Digitalisierung einsetzen.

Die Operation Libero hat am 9. Dezember finanzielle Schwierigkeiten gemeldet. Die Organisation könne nur dann weiterbestehen, wenn sie bis Ende Februar frische Mittel in der Höhe von 500’000 Franken einnehmen kann, hiess es. Dieses Ziel konnte Operation Libero dank einer erfolgreichen Schwarmfinanzierung bereits jetzt erreichen. Laut einer Medienmitteilung hat sie in den vergangenen Wochen von mehr als 4000 Menschen insgesamt 541'020 Franken eingenommen.

„Das ist einfach nur unglaublich, komplett crazy. Ich habe einige Freudentränen vergossen”, lässt sich Co-Präsidentin Laura Zimmermann zitieren. Das Geld sei aus Kleinspenden zusammengekommen, erklärt Geschäftsführerin Isabelle Gerber „93 Prozent aller Spenden unseres Crowdfundings liegen zwischen 1 und 250 Franken, die Durchschnittsspende beträgt 141 Franken“, führt sie weiter aus.

Mit dem frischen Geld könne Operation Libero 2.0 nun aufgegleist werden. Die Organisation wird sich weiterhin als unabhängige und überparteiliche politische Bewegung für „eine offene und fortschrittliche, liberale und gerechte Gesellschaft“ einsetzen, heisst es. Zu ihren inhaltlichen Schwerpunkten gehören „ein liberales Bürgerrecht, eine Schweiz in Europa, eine demokratiestärkende Digitalisierung und mehr Transparenz”. „Wir glauben, dass diese Themen von grundlegender Bedeutung sind und durch die etablierte Politik vernachlässigt werden“, so Co-Präsident Stefan Manser-Egli.

Die Operation Libero wurde 2014 nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative der SVP gegründet. Seither hat sie dazu beigetragen, dass mehrere rechtspopulistische Initiativen gebremst werden konnten. ssp

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