SBB baut Güterverkehr aus

28. September 2022 14:09

Bern - Die SBB will bis 2050 rund 60 Prozent mehr Güter von der Strasse auf die Schiene holen. Dazu plant das Unternehmen fünf neue Terminals und fünf bis acht Cityhubs. Gleichzeitig zieht sich die SBB aus der unterirdischen Gütermetro zurück.

Die SBB will ihr Kerngeschäft Güterverkehr ausbauen. Mit Suisse Cargo Logistics werde die Basis „für eine effiziente, automatisierte und nachhaltige Logistk in der Schweiz“ gelegt, erläutert das Unternehmen in einer Mitteilung. Ihr zufolge plant die SBB, fünf neue Terminals zwischen Genf und St.Gallen einzurichten. Darüber hinaus sollen bestehende Anlagen in den Metropolen zu fünf bis acht Cityhubs ausgebaut werden. 

Die SBB werde im Schienengüterverkehr auch weiterhin nicht allein, sondern gemeinsam mit Partnern agieren, schreibt das Unternehmen. Aus der unterirdischen Gütermetro (Cargo Sous Terrain) zieht sich die SBB jedoch zurück. Die Minderheitsbeteiligung von 2 Prozent soll verkauft werden. 

„Wir wollen die Bahninfrastruktur und Flächen nutzen, Schiene und Strasse kombinieren und das bestehende Güterverkehrsangebot ergänzen“, wird SBB-CEO Vincent Ducrot in der Mitteilung zitiert. „Bis 2050 kann die Bahn so 60 Prozent mehr Güter transportieren und damit die Strasse entlasten.“ 

Die SBB plant, Suisse Cargo Logistics in Abstimmung mit Akteuren der Branche, Kantonen und Gemeinden zu entwickeln und umzusetzen. Die Kosten für Terminals, Cityhubs und die Automatisierung des Fahrzeugparks werden auf rund 1,5 Milliarden Franken geschätzt. Sie sollen aus Eigenmitteln der SBB und Fördermitteln des Bundes getragen werden. Die Inbetriebnahme des ersten Terminals ist für 2030 anvisiert. hs

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