Sanierungen erhöhen Wert um mindestens ein Drittel

11. November 2019 15:25

Luzern - Umfassende Sanierungen von Gebäuden erhöhen deren Wert zwischen 34 und 58 Prozent. Das zeigt eine Studie, welche die Hochschule Luzern im Auftrag des Bundes durchgeführt hat. Damit liegt der Wert unter den bisherigen Annahmen.

Umfassende Sanierungen erhalten den Wert von Gebäuden, vermehren ihn aber auch. Vermieter können diesen Mehrwert auf die Mieter umwälzen. Bisher gilt laut der Verordnung über Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen ein Umwälzungssatz von 50 bis 70 Prozent. Dieser Wert ist bewusst hoch angesetzt worden, um Besitzer zu Sanierungen zu ermutigen. Das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) und das Bundesamt für Energie (BFE) haben deshalb laut einer Mitteilung des Bundes die Hochschule Luzern (HSLU) beauftragt, den tatsächlichen Anteil des Mehrwerts zu untersuchen.

Laut der nun vorliegenden Studie der HSLU beträgt der tatsächliche Wert der untersuchten Objekte allerdings nur 34 bis 58 Prozent, also deutlich unter der heute geltenden Regel. Die Studienautoren haben dafür eine eigene Berechnungsmethode entwickelt. Dabei bauten sie sowohl auf Interviews mit privaten Eigentümern, Genossenschaften, Pensionskassen und öffentlichen Einrichtungen als auch auf Diskussionen mit dem Hauseigentümerverband Schweiz, dem Schweizerischen Mieterverband, dem BWO und dem BFE auf. Mit der neuen Methode bewerteten sie jedes Objekt anhand der Sanierungsmassnahmen und des Gebäudezustands.

BWO und BFE machen in ihrer Mitteilung darauf aufmerksam, dass das Ergebnis nicht repräsentativ für den Gebäudepark der Schweiz ist. Dafür sei die Zahl der untersuchten Objekte mit 20 zu niedrig. stk

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