S-GE will Firmen mit Zukunftstechnologien ansiedeln

06. Juli 2020 14:50

Zürich - Die Schweiz hat gerade in Zeiten der Corona-Krise gute Karten bei der Ansiedlung ausländischer Firmen, sagt Simone Wyss Fedele. Die neue Chefin von Switzerland Global Enterprise (S-GE) will sich dabei auf Firmen mit Zukunftstechnologien konzentrieren.

Die Schweiz hat laut Simone Wyss Fedele in Krisenzeiten einen Wettbewerbsvorteil, um Firmen anzusiedeln. „Die Firmen suchen weltweit nach den besten Partnern, den besten Talenten, einem stabilen Umfeld und einer hochstehenden Infrastruktur“, sagt die Chefin von Switzerland Global Enterprise (S-GE) in einem Gespräch mit der „SonntagsZeitung“. Dabei solle die Schweiz auf Unternehmen mit Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz, Robotik, Blockchain, automatisierte Produktion und personalisierte Gesundheitsdienstleistungen setzen. 

Wyss Fedele verweist dabei auf den kürzlich getroffenen Entscheid von Align Technology. Die amerikanische Medtech-Firma wird vom ehemaligen ABB-Chef Joe Hogan geführt und verlagert nun ihre Europazentrale aus den Niederlanden nach Rotkreuz ZG. Gerade die Niederlande sind aus der Sicht von Wyss Feedele „eine grosse Konkurrenz“ für die Schweiz. Sie könnten mit attraktiven Steuerpaketen und niedrigeren Löhnen punkten. Allerdings habe die Schweiz im Wettbewerbsranking der Lausanner Wirtschaftsschule IMD die Niederlande nun überholt und sei neu auf dem dritten Platz hinter Singapur und Dänemark.

Die neue S-GE-Chefin sieht auch eine Chance für die Schweiz als Produktionsstandort, namentlich bei der automatisierten Herstellung. „Wenn wir wieder Textilien produzieren würden wie früher, dann wäre das wahrscheinlich nicht sinnvoll“, wird Wyss Fedele zitiert. „Aber automatisiert und hochtechnologisch ausgerichtet, wie das heute bereits passiert in der Textil- und Bekleidungsindustrie – dort ergeben sich viele Möglichkeiten.“ stk

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