RVBW verbucht im 50. Jubiläumsjahr leichten Verlust

06. Mai 2021 13:16

Wettingen AG - Die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) haben ihr Jubiläumsjahr mit leichtem Verlust von rund 670‘000 Franken abgeschlossen. Wegen der Corona-Pandemie verminderte sich der Verkehrsertrag um 4,2 Millionen Franken.

Die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) haben im Geschäftsjahr 2020 ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Wirtschaftlich war das Jahr laut Medienmitteilung allerdings nur eingeschränkt erfolgreich. Wegen der Corona-Pandemie sei vor allem in den Frühlingsmonaten ein grosser Einbruch bei den Fahrgastzahlen verzeichnet worden.

Das habe sich auch im Betriebsergebnis niedergeschlagen, heisst es in dem jetzt vorgelegten Bericht zum Geschäftsjahr 2020. Positiv vermerkt werden die Erfahrungen mit der vollelektrifizierten Linie 8 von Wettingen bis Neuenhof. Noch in diesem Sommer soll laut dem Bericht die ganze Linie 5 von Baden Baldegg bis Ennetbaden mit vier neuen Elektrobussen eingeweiht werden.

Trotz Corona schloss die Jahresrechnung für das Geschäftsjahr 2020 laut dem Bericht nur mit einem Verlust von 673'392 Franken ab. Der Nettoerlös verminderte sich gegenüber dem Vorjahr, hauptsächlich aufgrund der tieferen Verkehrserträge, um 2’975'000 Franken oder 9,8 Prozent. Der Verkehrsertrag lag gegenüber dem Vorjahr um 25,48 Prozent tiefer. Das bedeutete ein Minus von 4,2 Millionen auf 12’294’000 Franken. Das Aktienkapital belief sich per Ende 2020 auf 6’180'000 Franken.

Trotz praktisch gleichbleibendem Fahrplanangebot habe sich die Abgeltung von Bund und Kanton um rund 1,4 Millionen Franken erhöht, ein Plus von 10,59 Prozent.  Die Abgeltung entspreche den bestellten Leistungen gemäss Angebotsvereinbarung zwischen dem Kanton Aargau, dem Bund und der RVBW AG für das Fahrplanjahr 2020, heisst es zur Erläuterung im Geschäftsbericht.

Während der COVID-19-Pandemie im Frühling seien die Fahrplanleistungen für sieben Wochen stark reduziert worden, was zu einem geringeren Dieselverbrauch um 22’000 Liter geführt habe. Entsprechend verminderten sich die Treibstoffkosten. Insgesamt habe sich der direkte Aufwand gegenüber dem Vorjahr um 301’000 Franken oder 3,7 Prozent vermindert. Durch höheren Unterhaltsaufwand fielen allerdings Mehrkosten von 251'000 Franken an.

Weiter habe die RVBW als Ausgleich für den COVID-19-Lockdown im Frühling eine Kurzarbeitsentschädigung erhalten. gba 

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