RUAG baut Stellen ab

13. Oktober 2020 11:39

Bern - Die Coronavirus-Pandemie hat das Geschäft mit Bau und Wartung von Flugzeugen bei RUAG International stark beeinträchtigt. Der Konzern regiert mit einem rigiden Sparkurs. Dabei sollen bis Ende Jahr rund 150 Stellen abgebaut werden. Die Schweiz ist am stärksten betroffen.

Die Coronavirus-Pandemie habe den Umsatz im Geschäftsbereich Flugzeugstrukturbau im Jahresvergleich um knapp einen Drittel einbrechen lassen, informiert RUAG International in einer Mitteilung. Auch das Betriebsergebnis sei durch die Pandemie stark beeinträchtigt worden, heisst es dort weiter. Der Konzern erwartet, dass sich die Luftfahrt erst 2024 bis 2025 vollständig von den Auswirkungen der Pandemie erholt haben wird.

RUAG International reagiert mit einem rigiden Sparkurs. „Angesichts dieser düsteren Prognose müssen wir nun eine tiefgreifende Transformation anstossen, um unsere Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu sichern“, wird Urs Kiener, CEO ad interim, in der Mitteilung zitiert. Dabei will RUAG International bis Ende Jahr rund 150 der derzeit 450 Vollzeitstellen in den globalen Support-Funktionen streichen. Für die vom Stellenabbau besonders betroffene Schweiz sei „ein Sozialplan vorgesehen“, schreibt der Konzern.

Darüber hinaus hat das Unternehmen kostspielige Projekte im Zusammenhang mit der Entflechtung des Konzerns zusammengestrichen. In der Mitteilung werden hier die Neugestaltung des Unternehmensauftritts (Rebranding), die Vereinheitlichung globaler Prozesse und grössere Vorhaben im Zusammenhang mit den konzerneigenen IT-Strukturen genannt. Wichtige Projekte einzelner Geschäftsbereiche zur Förderung von Wachstum und Sicherung der Liquidität sollen unter zentraler Führung weitergeführt werden. hs

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