Romande Energie hält Umsatz stabil

13. September 2019 08:12

Morges VD - Romande Energie hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr leicht um 1 Prozent auf 294,9 Millionen Franken steigern können. Hohe Einkaufspreise für Strom, höhere Abschreibungen und Verluste aus der Alpiq-Beteiligung belasteten allerdings den Gewinn.

Das Wetter hat es im ersten Halbjahr 2019 nicht so gut mit Romande Energie gemeint. Wie der Waadtländer Energieversorger in einer Mitteilung schreibt, ist die eigene Stromproduktion aufgrund der Regenfälle, die weniger stark als im Vorjahr ausgefallen waren, um 91 Gigawattstunden auf 251 Gigawattstunden zurückgegangen. Das deckte gerade mal 19 Prozent des Bedarfs seiner Kunden. Daher musste das Unternehmen mehr Strom auf dem Markt einkaufen, und das zu hohen abgesicherten Preisen. Zwar konnte der Bruttoumsatz um 1 Prozent auf 294,9 Millionen Franken gesteigert werden. Aber der Bruttogewinn sank um 4 Prozent auf 147,9 Millionen Franken.

Die starke Ausweitung des Fernwärmenetzes namentlich durch die Inbetriebnahme des Netzes in Coppet VD steigerte zwar die Einnahmen der Dienstleistungssparte, die um 38 Prozent auf 43,4 Millionen Franken stiegen. Gleichzeitig stiegen deshalb aber auch die Abschreibungen und Amortisationen, was wiederum das Betriebsergebnis belastete. 

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern sank um 32 Prozent auf 32,447 Millionen Franken. Der über die EOS Holding gehaltene Anteil an Alpiq brachte einen Verlust von 19,3 Millionen Franken, der direkt den Gewinn schmälerte. Dieser sank um 56 Prozent auf noch 12,6 Millionen Franken.

Der neue CEO des Unternehmens, der seit dem 1. Juni amtierende Christian Petit, will an der Strategie des Unternehmens festhalten. Diese sieht die Diversifikation der Geschäftstätigkeit und zusätzliche Investitionen vor, um Romande Energie zu einem zentralen Akteur der Energiewende in der Westschweiz zu machen. stk

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