Roche kann Alzheimer-Studien beschleunigen

11. Oktober 2021 14:22

Basel - Roches injizierbarer Antikörper gegen die Alzheimer-Krankheit hat von der US-Zulassungsbehörde FDA die Einstufung als Therapiedurchbruch erhalten. Das Präparat befindet sich in der klinische Phase III. Es soll die für die Krankheit mitverantwortlichen Amyloid-Plaques im Gehirn reduzieren.

Der Wirkstoff Gantenerumab des Pharmaunternehmens Roche hat von der FDA den Status des Therapiedurchbruchs erhalten. Das Präparat ist ein Anti-Amyloid-Beta-Antikörper. Er soll die Amyloid-Plaques im Gehirn reduzieren. Sie gelten bei der Alzheimer-Krankheit als pathologisch. Das Therapeutikum befindet sich in der klinischen Studienphase III.

Roche engagiere sich seit mehr als einem Jahrzehnt für die wissenschaftliche Erforschung der Alzheimer-Krankheit und für das Prüfpräparat Gantenerumab, wird Levi Garraway, CMO und Leiter der globalen Produktentwicklung von Roche, in einer Medienmitteilung zitiert. „Diese Breakthrough Therapy Designation stärkt unser Vertrauen in Gantenerumab. Es wäre das erste subkutane Medikament zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit, das auch zuhause verabreicht werden kann.“

Der Status eines Therapiedurchbruchs soll die Entwicklung und Prüfung von Arzneimitteln zur Behandlung schwerer oder lebensbedrohlicher Erkrankungen beschleunigen. In Roches Arzneimittel-Portfolio ist dies bereits die 39. Einstufung dieser Art.

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Weltweit sind den Angaben zufolge mehr als 55 Millionen Menschen von ihr betroffen. Deren Zahl soll bis 2030 auf 78 Millionen ansteigen. Sie werde die Gesundheitssysteme und die Weltwirtschaft bis dahin jährlich 2,8 Billionen Dollar kosten, heisst es von Roche. mm

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